Presse / Allgemein DEL 04/05

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steener
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Presse / Allgemein DEL 04/05

Beitragvon steener » Fr 15. Okt 2004, 16:47

So, einstimmig wurde nun beschloßen, den alten Thread zu schließen einen neuen nur für eine Saison ausgelegten Thread zu eröffnen!! Bitte alle Presseberichte, die Ihr im Fanboard "veröffentlichen" wollt hier rein, [i]aber[/i] immer schön mit Quellenangabe!!

Danke
…I don't want to start any blasphemous rumours…
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Metalucifer
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Presse / Allgemein DEL 04/05

Beitragvon Metalucifer » Sa 16. Okt 2004, 22:58

So denn werd ich mal den neuen Pressethread entjungfern Bild
Quelle: Bild
(17.10.2004 )
Jung, dynamisch, gut
Wie die Eisbären die DEL durcheinander wirbeln
Von Claus Vetter, Hamburg

Hartmut Nickel war begeistert. Der Kotrainer des EHC Eisbären ruderte mit den Armen, Lufteishockey sozusagen. Nickel zögerte, dann sagte er:
Das war richtig, richtig gutes Eishockey. Neben ihm saß Pierre Pagé und nickte. Der Cheftrainer stand wie Nickel noch in einem Kellergang der riesigen Hamburger Color Line Arena, welche 13 000 Zuschauer schnell verlassen hatten. Pagé hatte aber nicht wie Nickel nur das 3:1 der Eisbären bei den Hamburg Freezers im Sinn:
Nein, ich brauche schnell mal ein Handy, meines habe ich verlegt. Pagé bekam sein Telefon. Und nach dem Gespräch hellte sich seine Miene auf.
Die Juniors haben 10:3 gegen Höchstadt gewonnen, sagte der Kanadier.
Ich habs doch gesagt: Unser Konzept funktioniert. Die Juniors sind die zweite Mannschaft der Eisbären, und die sorgen derzeit mit ihren durchweg jungen deutschen Spielern in der dritten Liga für Furore. Und sie sind ein Teil des Plans von Pierre Pagé: Wie kein anderer Klub in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) bemühen sich die Eisbären um die Entwicklung des Nachwuchses.

Längst spielen bei den Eisbären die deutschen Spieler eine mindestens genauso prominente Rolle wie die ausländischen Akteure: Beim 3:1 am Freitag in Hamburg schoss der 23-jährige Alexander Barta das 1:0, der immer stärker agierende erfahrene Stefan Ustorf schließlich den letzten Berliner Treffer. Beide gehören mit je vier Saisontoren schon zu den besten Torschützen bei den Eisbären. Der Unterschied zwischen einem Team wie den Freezers und den Eisbären war im Spiel einfach auszumachen. Ein Dutzend erfahrener Nordamerikaner gegen eine Mannschaft, die bis in die vierte Sturmreihe ausgeglichen besetzt ist und die in punkto Dynamik dem Gegner viel voraus hat. Hamburgs Trainer Dave King meinte sogar:
Die Hälfte unserer Mannschaft kann das Tempo der Eisbären nicht durchhalten.

Auch Stefan Ustorf war zufrieden.
Wir haben hier jetzt eine Menge in unserem Spiel geändert, sagte der Nationalspieler.
Schnell zu spielen, das reicht nicht: in der Defensive sind wir jetzt wesentlich sortierter. Vor zwei Wochen, nach der 3:8-Heimniederlage gegen Mannheim sah das bei den Eisbären noch anders aus. Als sie im Spiel danach in Krefeld schon 0:3 zurücklagen, schienen sie in ihre größte Krise seit Jahren zu schlittern.
Das Spiel war der Wendepunkt, sagt Pagé. Die Berliner siegten in Krefeld noch 4:3, und seitdem ist alles anders bei den Eisbären. Zuletzt gab es vier Siege in Serie, dabei insgesamt nur vier Gegentore.

Angesichts dieser Bilanz fällt es Detlef Kornett leicht, Fragen nach personeller Verstärkung abzubügeln.
Was sollen wir denn mit Stars aus Nordamerika?, fragt der Geschäftsführer der Eisbären.
Dazu läuft hier doch alles viel zu gut. Manager Peter John Lee hat aber trotzdem noch einen Plan.
Nachdem was ich nun gehört habe, spielen sie diese Saison in der NHL wahrscheinlich nicht mehr. Und wir sind von den Spitzenmannschaften in der DEL die einzige, die noch drei Ausländerstellen frei hat. Und ich habe nie gesagt, dass wir keinen Spieler aus der NHL holen. Wenn wir im Januar einen holen, könnten wir die Konkurrenz noch mal überraschen. So wie die Freezers am Freitag.

Hamburg allerdings war für Pagé nur ein Etappenziel. Kaum hatte er sein Telefonat beendet, scheuchte er die Berliner Delegation schon zum Mannschaftsbus. Zulange freuen über den Sieg sollte sich keiner.
Wir müssen die Konzentration hochhalten. Heute nämlich kommt mit den Nürnberg Ice Tigers eine Mannschaft ins Sportforum (14.30), die mit ihren vielen jungen Spielern ähnlich dynamisch wie die Eisbären agiert.
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Metalucifer
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Beitragvon Metalucifer » Sa 16. Okt 2004, 23:14

Quelle: Bild

Sonntag, 17. Oktober 2004

"Für die NHL nicht gut genug"
Nationalstürmer Stefan Ustorf über Kindergärtner, den Traum vom ersten Titel und sein amerikanisches Glück
Von Lutz Teske und Marcel Stein

Mit Frau Jodi an der Hand kommt der Stürmer zum Interview. Vier Siege in Serie, Platz vier - Stefan Ustorf kann lachen. Vier Tore hat der Eisbären-Stürmer bislang erzielt, zwei mehr als in der ganzen Vorsaison. Der 30 Jahre alte Blondschopf, unter Bundestrainer Hans Zach Kapitän des Nationalteams, sucht nach einem "Seuchenjahr" in Mannheim und Krefeld nun in Berlin sein Glück. Die Morgenpost sprach mit dem ehemaligen NHL-Spieler der Washington Capitals.

Berliner Morgenpost: Herr Ustorf, ist die Feier für Mitte April 2005 schon geplant?

Stefan Ustorf: Was ist Mitte April nächsten Jahres?

Das müßten Sie eigentlich wissen.

Nee, weiß ich wirklich nicht.

Also als Eisbären-Spieler sollte man diese Saison doch das Motto "Alle guten Dinge sind drei" haben.

Sollte man? Ja, stimmt: Meisterschaft.

Genau. Zweimal ist der Favorit Eisbären im Titelrennen gescheitert.

Meisterschaft - ich muß ehrlich sagen, das ist mir noch viel zu weit weg. Ich kümmere mich jetzt lieber mal um die nächsten Spiele.

Aber so viele Titel haben Sie in Ihrer Karriere noch nicht geholt . . .

Noch gar keinen, ich weiß. Ich will auf jeden Fall Meister werden, bevor ich nicht mehr spielen kann.

Zwei gute Eisbären-Jahre endeten mit Negativerlebnissen. Sind die noch ein Thema in der Kabine?

Nicht oft. Die letzte Saison ist vorbei. Berlin hat gegen Frankfurt im Finale verloren. Die Jungs hatten eher Fragen an mich, was mein letztes Jahr anging. Das war nämlich bescheiden.

Erst die Kündigung in Mannheim. Dann maue Spiele in Krefeld. Was war los mit Ustorf?

Ich habe einfach länger gebraucht, um mich von den zwei wirklich schweren Verletzungen zu erholen. Das wollte ich mir lange nicht eingestehen. Bis Saisonende hatte ich Probleme mit Schulter und Handgelenk. Jetzt ist ein neuer Lebensabschnitt.

Nach Mannheim sind Sie vor vier Jahren aus Amerika noch als einer der deutschen Eishockey-Stars gekommen. Ihre Rolle beim EHC ist jetzt vielleicht eher als Jugendkoordinator auf dem Eis zu beschreiben.

Ich sehe mich nicht in der Rolle des Kindergärtners. Aber gut, wenn ich meine Stürmerkollegen so anschaue: Ich glaube, ich habe mein erstes Profispiel gemacht, da war Florian Busch fünf Jahre alt. Die Jungs sind schon um einiges jünger. Aber mit 30 bin ich ja so alt auch noch nicht.

Sie spielten auch als Teenie, 1991 mit 17, in der Bundesliga. Wovon hat Stefan Ustorf als junger Spieler am meisten gelebt - vom Talent oder der Lust auf Eishockey?

Von der Lust, immer zu arbeiten. Ich wollte nie weg vom Eis. Es gab talentiertere Spieler, die bessere Hände hatten, besser Schlittschuh gelaufen sind. Was ich hatte, war immer der Kopf fürs Eishockey, mein Instinkt war immer okay. Damals gab es zwei Ausländer pro Mannschaft. Da wußtest du als guter junger Spieler: Die brauchen dich sowieso.

Heute läuft das wohl anders.

Die Zeiten haben sich wirklich gravierend geändert. Heute kommt man aus der DNL, ist gerade 17 Jahre alt und weiß eben nicht, wohin die Reise geht. Du mußt dich heute gegen zehn Leute durchsetzen, es gibt starke Ausländer, viele gute deutsche Spieler. Deshalb ist der Ehrgeiz der Jungs heute viel größer.

Die Kombination von Talent und Fleiß hat Sie bis nach Amerika zu den Washington Capitals gebracht.

Der erste deutsche Stürmer, der in der NHL auch spielte, war ich. Das nimmt mir keiner weg. Uwe Krupp und Uli Hiemer verteidigten ja nur.

Mit 20 Jahren aus Kaufbeuren nach Washington. Klingt aufregend.

Ich war komplett blauäugig. Mit 18 war ich körperlich noch nicht so weit, mußte zwei Jahre warten. Dann aber rüber. Ich würde es immer wieder so machen, weil es ein Traum war, den ich mir erfüllen konnte: Ich habe in der NHL gespielt! Viele Leute sagen, der hats ja nie richtig geschafft. Hab ich auch nicht. Aber ich habe mehr NHL-Spiele als ein ganzer Haufen anderer Leute. Mein Leben hat sich verändert dort. Ich habe meine Frau kennengelernt, ich lebe inzwischen in Amerika. Ich würde es niemals anders machen.

Sie sagen, richtig geschafft haben Sie es nicht in der NHL. Warum nicht?

Ich war einfach nicht gut genug. Ich hab mit Sicherheit nicht schlecht gespielt, teilweise auch sehr gut. Aber eben nicht konstant gut. Ich mußte dann immer in untere Ligen, um mich zu beweisen. Das schlauchte.

Trotzdem. Es klingt nach amerikanischem Traum: Nach Amerika gehen, Geld verdienen, Frau kennenlernen. Aber es heißt ja auch, NHL ist purer Streß.

Ehrlich: Sechs Millionen Dollar im Jahr verdienen ist für mich kein Streß.

Aber man hat viele Spiele, ist viel auf Reisen.

Streß sind die Minor-Leagues, die unteren Ligen. Freitag, Samstag, Sonntag spielen, zwischendrin sieben Stunden fahren, mit dem Bus. In der NHL gehts nach dem Spiel mit dem Bus aufs Rollfeld, ich steige in meinen Erste-Klasse-Sitz im Flugzeug, ab ins nächste Fünf-Sterne-Hotel. Da kann mir einer erzählen, was er will, das ist kein Streß. Die NHL-Spieler sollen aufhören zu weinen. Es ist das beste, was es gibt. Genauso lächerlich ist es im Fußball, wenn jemand sagt, bei Real Madrid oder Bayern München ist die Belastung zu hoch. Dann sollen sie woanders hingehen, wo sie weniger zu tun haben. Die NHL ist ein Traum, wer dort spielen darf, soll sich glücklich schätzen.

Die NHL-Stars dürfen wegen des Arbeitsstreits mit den Klubeignern nicht spielen. Ist dieser Streit verständlich?

Geschäftlich ging es so nicht weiter. Die NHL hätte finanzielle Probleme bekommen. Man kann nicht 75 Prozent von sämtlichen Einnahmen an Spieler bezahlen. Als NHL-Fan hätte ich mir aber gewünscht, der Lockout wäre vermieden worden. Mein erstes Jahr in Washington 1994 war ja auch ein Lockout-Jahr. Das war schon nicht lustig.

Weil die NHL auf Eis liegt, kommen die Stars nach Europa. Ein Segen für das deutsche Eishockey?

Auch ja und nein. Als Fan sage ich: Wow, Mannheim spielt mit Butenschön, Hecht und Huet oder Ingolstadt mit Sturm - ab ins Stadion, die will ich sehen. Jungen deutschen Spielern wird damit geholfen, sie können sich was abschauen und vielleicht auch sehen, daß der Unterschied gar nicht so groß ist. Andererseits: Es gibt eben dann Spieler, deren Arbeitsplätze sind erstmal weg.

Was hat Sie eigentlich damals zur Rückkehr nach Deutschland bewegt?

Ich hatte die Sicherheit eines Drei-Jahres-Vertrags in Mannheim, finanzielle Sicherheit. In Mannheim habe ich mehr Geld verdient als je zuvor, auch als in der NHL. Meine Zeit da drüben war vorbei, es gab kein Zurück für mich in die NHL. Ich war zu alt geworden.

Zu alt? Mit 27.

Mit 27, ja. Man muß auch irgendwann den Schlußstrich ziehen. Wäre ich Single, wäre ich sicher immer noch dort und würde wie viele andere immer noch dem Traum hinterher jagen. Obwohl er wahrscheinlich unrealistisch ist. Aber ich habe Verantwortung, habe Frau und zwei Kinder.

In den vergangenen Jahren hat sich die DEL positiv entwickelt. Aber Reserven hat die Liga gerade in Sachen Vermarktung doch noch immer.

Die Vereine müßten, was Vermarktung angeht, intensiver zusammenarbeiten. Die DEL müßte ihre Stars vermarkten. Sturm und Hecht sind jetzt da, zwei deutsche NHL-Spieler. Selbst ein Pat Lebeau aus Frankfurt, ein Superstar in unserer Liga. So einer muß vermarktet werden, nicht nur in Frankfurt, sondern überall. Mir ist zwar klar, daß Eishockey eine andere Liga ist als Fußball. Aber jeder weiß in Wolfsburg, wer Ballack ist.

Spricht da ein zukünftiger Manager?

Ich weiß nicht, ob ich dazu die Geduld habe.

In welche Richtung soll es gehen?

Wenn ich meine Karriere beende, bin ich über 20 Jahre im Geschäft. Warum neu anfangen - ich werde sicher dem Eishockey verbunden bleiben.

In Amerika?

Ich werde dort leben. Das ist sicher.

Als "Amerikaner" müßte Ihnen doch Berlin prächtig gefallen?

Berlin ist eine Weltstadt. Hier kann man abtauchen, das Leben genießen. Meine Kinder, meine Frau und ich fühlen uns wohl. Deshalb war es ja klar, daß in Deutschland nur Berlin und die Eisbären in Frage kommen.

Und die Fans des EHC haben Sie schon ins Herz geschlossen. "Ustorf Hooligan" ist der Schlachtruf.

(Lacht) Aber das betrifft ja mehr meinen Vater, er war vier Jahre in Berlin (Peter Ustorf war Manager und Coach der Berlin Capitals, d. Red) und hatte wohl damals ein paar Problemchen mit den Fans. Er ist wohl nicht so gut ausgekommen mit den Eisbären. Die Derbys waren halt hitzig. Aber ich habe ja mit den Reibereien vom Vater nichts zu tun. Ich finde es jetzt nur ganz witzig. Außerdem, die Fans rufen das ja auch nur nach jedem Tor. Und hoffentlich schreien sie das dann noch oft.
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Beitragvon bärenhausski » So 17. Okt 2004, 10:00

so, so ustorf hat in mannheim mehr geld verdient
" als jemals zuvor".
mehr als in der nhl!!!!!! Bild
dies wollen wir mal so festhalten, mannheim!! Bild
offenbar hat ustorf dies mit voller absicht mitgeteilt: ein teil der kleinen rache Bild
klingt harmlos, ist aber eine hochwichtige aussage in richtung del, salary cap, sap-hopp usw Bild
optimismus ist nur ein mangel an information
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Beitragvon lars fortier » So 17. Okt 2004, 10:15

gut, da kann ich mir ja mein posting sparen und brauche redwing nur zuzustimmen (auch wenn s schwerfällt Bild )...
das nächste mal kann der hooligan ja mal ein wenig aus dem caps-nähkästchen plaudern... Bild
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Beitragvon ehc_kevin » So 17. Okt 2004, 21:42

Pagés Pferde waren müde ...
EISHOCKEY EHC-Trainer begründet Niederlage mit falscher Reiseplanung

Ronald Toplak

Berlin - Pampers-Gipfel in Wellblechpalast. Am Ende hatten aber nur die Eisbären die Hosen gestrichen voll. Im Duell der jüngsten Teams der DEL verlor der EHC vor 4100 Fans nach vier Siegen in Serie 0:2 (0:2, 0:0, 0:0) gegen die Nürnger Ice Tigers.

Die Partie zu Beginn unglaublich schnell die DEL-Rasselbanden bevorzugen das Torpedo-Sytem. Die Tiger zündeten den ersten 1:0 durch Vasiljevs (10.). Plötzlich geriet der Kindergarten außer Rand und Band. Massenkeilerei. Im Mittelpunkt Bär Ustorf und Tiger Tapper. Offensichtlich hatte der EHC mehr Kraft gelassen. Schauer traf zum 2:0 (20.).

In der Folge traten bei den Bären Schwächen auf, die längst abgestellt schienen. Denn das Überzahlspiel war so gefährlich wie ein Kuscheltier im Kinderzimmer. Heins blieb erneut den Beweis seines Rufs als Schlagschusskönig schuldig. Es gibt Menschen im Umfeld des EHC, die ernsthaft behaupten, dass Hammer-Heins Angst hat, die Gegner zu verletzen.

So bliebs beim 2:0 für die Tiger, die keine Mühe hatten. Ein verblüffende Erklärung für die Pleite hatte derweil EHC-Trainer Pierre Pagé parat: "Unsere Reiseplanung war falsch. Wir kamen aus Hamburg erst um drei Uhr früh wieder. Ein Pferd braucht viel Schlaf und gutes Essen. Wir hatten im Bus gutes Essen, aber wenig Schlaf."

Quelle: Berliner Kurier
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Beitragvon mcspain » So 17. Okt 2004, 22:29

sowas als ex nhl trainer zu sagen is aber auch leicht frech, da schläft man ja wohl bei roadtrips nur im flugzeug oder bus (miniors)
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Metalucifer
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Beitragvon Metalucifer » So 17. Okt 2004, 23:19

Quelle: Bild
Montag, 18. Oktober 2004
Auf die harte Art
Der EHC Eisbären Berlin unterliegt den Nürnberg Ice Tigers in einer aggressiv geführten Partie 0:2
Stefan Osterhaus

BERLIN, 17. Oktober. Sie kommen nicht gut miteinander aus, die Nürnberg Ice Tigers und der EHC Eisbären Berlin. Zumindest aus Sicht der Berliner, denn in den letzten vier Spielen gab es vier Niederlagen, die jeweils recht deutlich ausgefallen waren - eine verheerende Quote. Doch es sollte alles anders werden am Sonntag im Wellblechpalast, denn was in aller Welt kann schon positiver wiegen als vier Siege aus den letzten vier Ligaspielen, zumal die Mannschaft in den letzten beiden Spielen nur jeweils ein Gegentor hinnehmen musste. Doch die Nürnberg Ice Tigers ließen die Gastgeber keinesfalls so freundlich gewähren wie zuletzt die Freezers in Hamburg, die am Freitag bei ausbleibender Gegenwehr 3:1 bezwungen wurden. Und so mussten sich die Eisbären in eigener Halle 0:2 (0:2, 0:0, 0:0) geschlagen geben.

Fairness zu Beginn

Und doch gewährleisteten die Nürnberger Ice Tigers in den Anfangsminuten einen Spielfluss, wie man ihn selten in der Deutschen Eishockey-Liga zu sehen bekommt: Erst nach 5:54 Minuten griff Schiedsrichter Stefan Vogl zum ersten Mal ein und verwies Eisbären- Stürmer Stefan Ustorf, der nach zwei Begegnungen im dritten Block in die erste Reihe aufgerückt war, für zwei Minuten der Spielfläche - bis zu jenem Zeitpunkt waren noch beide Teams um Fairness bemüht.

Vogls zweite Unterbrechung indes war noch unerfreulicher für die Eisbären: In der zehnten Minute traf Herbert Wasiljews nach einer Unachtsamkeit der Eisbären zum 0:1. Als Heins dann foulte, kam es zum Eklat, und beim Austausch einer Meinungsverschiedenheit bedienten sich am Ende gleich alle Spieler auf dem Eis handfester Argumente. Schiedsrichter Vogl war mitsamt seinen Assistenten reichlich überfordert, es dauerte Minuten, bis sie die Knäuel gelöst hatten. Das Ergebnis: Jeweils zwei Spieler beider Teams mussten für zwei plus zwei Minuten die Spielfläche - bei den Eisbären traf es Shawn Heins und erneut Stefan Ustorf.

Die Eisbären-Fans riefen zur Lynchjustiz gegen Vogl auf, der keinen leichten Job hatte und tatsächlich in der Folgezeit allzu sehr Partei für die Nürnberger ergriff, jedoch auch die eine oder andere Konzessionsentscheidung traf: Als Sven Felski foulte, musste sein Gegenspieler Lubomir Sekeras vom Eis. Der Spielfluss der ersten zehn Minuten war jedenfalls ruiniert, und mit der nun praktizierten rustikalen Spielweise kamen die Nürnberger wesentlich besser zurecht. Der eben noch gemaßregelte Schauer zog nach einem Pass von Wasiljews ab - Oliver Jonas konnte den Schuss in der 20. Minute nicht halten, obwohl der eigentlich eine leichte Beute für ihn gewesen wäre.

Auch im zweiten Drittel blieb Nürnberg seiner eingeschlagenen harten Marschroute treu. Die Mannschaft, vom deutschen Nationaltrainer Greg Poss hervorragend auf die Begegnung vorbereitet, spielte aggressiv, ließ den Eisbären wenig Raum, attackierte frühzeitig. Und trotz zahlreicher Verwarnungen für Nürnberg, die sich aus der harten Spielweise ergaben, wussten die Eisbären mit Überzahlsituationen wenig anzufangen.

Chancen in Unterzahl

Nürnberg kam selbst in Unterzahl zu besseren Torgelegenheiten als die Berliner. Green hätte bereits die Vorentscheidung herbeiführen können, doch er traf nur den Pfosten, nachdem die EHC-Verteidigung ihn hatte gewähren lassen. Der Auftritt wurde desolater aus Sicht der Eisbären. Nürnberg präsentierte sich wesentlich zweikampfstärker, gewann fast jedes Bully. Folgerichtig die 2:0-Führung auch nach dem zweiten Drittel. Es war gleichzeitig auch der Endstand. Denn auch im Schlussdrittel vermochten die Eisbären sich nicht gegen die Nürnberger Abwehr durchzusetzen. Und wenn sich einmal die Gelegenheit ergab, scheiterten die Berliner nicht am Gegenspieler, sondern an unpräzisen Zuspielen.
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Beitragvon Metalucifer » So 17. Okt 2004, 23:23

Quelle: Bild
(18.10.2004 )
Angstgegner bleibt Angstgegner

Vor nur 4100 Zuschauern müssen sich die Eisbären den Nürnberger Ice Tigers 0:2 geschlagen geben

Berlin Es war ein trister Nachmittag für die Fans der Eisbären. Auf den Rängen im Sportforum Hohenschönhausen war es zumeist außergewöhnlich ruhig. Und das lag allein daran, dass auf dem Eis im Wesentlichen die Nürnberg Ice Tigers Eishockey spielten. Vom Gegner aus Berlin war eher wenig zu sehen, und so kam es schließlich auch, dass die Eisbären nach vier Siegen in Serie gestern nach der Schlusssirene als Verlierer dastanden. Zwei Tage nach dem starken Auftritt beim 3:1-Sieg in Hamburg waren die Berliner zu müde als dass sie die schnellen und technisch versierten Franken hätten ernsthaft in Bedrängnis bringen können. Am Ende gab es für die Eisbären vor nur 4100 Zuschauern eine 0:2 (0:2, 0:0, 0:0)-Niederlage.

Der Eishockeyklub aus Nürnberg war auch vor dieser Pleite sicherlich nicht der Lieblingsgegner der Eisbären. In der vergangenen Saison hatten die Berliner alle vier Spiele der Hauptrunde der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gegen die Franken verloren, gestern setzte also die Mannschaft von Trainer Pierre Pagé ihre traurige Serie fort. Das lag vor allem daran, dass vieles, was zuletzt bei den Auswärtserfolgen der Eisbären in Hannover (4:1) und Hamburg (3:1) noch so prächtig funktionierte, gestern nicht mehr funktionieren wollte. Die Berliner wirkten unkonzentriert, überhastet und spielten mit einer erstaunlich hohen Fehlerquote.

Unbehelligt konnte sich etwa Herbert Wasilijews nach zehn Minuten im ersten Drittel an der blauen Linie der Berliner über einen Pass von Mitspieler Drew Banister freuen und dann allein auf den Eisbären-Torhüter Oliver Jonas zulaufen. Wasilijews ließ dem vereinsamten Keeper mit einem Schuss ins rechte Eck keine Chance und die Nürnberger führten.

Danach lief bei dann den Eisbären immer weniger. Kurz bevor die erste Pausensirene durch die Stille im Sportforum hallte, rückte Stefan Schauer mit dem zweiten Tor die Nürnberger Überlegenheit in deutlichere Dimensionen. Damit war das Spiel schon entschieden, die Eisbären vermittelten mit ihrem hilflosen Anrennen nicht den Eindruck, dass sie dem Spiel eine Wende hätten geben können. Gute Torchancen eröffneten sich ihnen kaum einmal. Selbst bei einer 5:3-Überzahl der Berliner im zweiten Abschnitt passierte wenig vor dem Tor des Nürnberger Torhüters Adam Svoboda.

Die Ice Tigers waren zu kontrolliert und zu überlegen, Nationaltorhüter Oliver Jonas verhinderte gestern eine deutlichere Niederlage für die Berliner. In Katastrophenstimmung sollte wegen des unglücklichen Auftritts gegen Nürnberg bei den Eisbären allerdings niemand verfallen. Dazu haben sie in den vier Spielen vor dem gestrigen Spiel einfach zu sehr überzeugt.
lars fortier
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Beitragvon lars fortier » Mo 18. Okt 2004, 20:43

Overtime
Dilemma in Genf

ped. Je besser sich die Zahlen in der Buchhaltung des Genève-Servette Hockey-Club präsentieren, desto schlechter fällt die sportliche Bilanz aus. Erstmals seit ihrem Aufstieg 2002 haben die Genfer eine Krise zu bewältigen. Zudem deuten viele Indizien darauf hin, dass sich die Anschutz Entertainment Group (AEG) aus Genf zurückziehen könnte. Noch halten die Amerikaner die Aktienmehrheit, doch gedenkt Milliardär Philip Anschutz seine Anteile auf 20 bis 30 Prozent zu senken. Dies überrascht kaum, möchte er doch am liebsten auch die verlustreiche NHL-Franchise Los Angeles Kings abstossen.

Nicht vom Desinvestitionsprogramm erfasst werden projektierte Unterhaltungs-Tempel in London und Berlin; in England soll Europas modernste Arena entstehen. Ausserdem ist die Gruppe zusammen mit dem finnischen Entrepreneur Harkimo in Hamburg engagiert, wo die Freezers (ehemals München Barons) als Hauptmieter auftreten. Mit einem Teilrückzug der Amerikaner aus Genf rechnet Präsident Marco Torriani schon lange. Lokale Investoren sollen einspringen. Die Personalkosten der ersten Mannschaft wurden auf 5,2 Millionen Franken heruntergefahren - neben Verletzungen mit ein Grund, weshalb das Team momentan in der Nähe des Klassierung-Strichs serbelt. Angeblich betrug der Verlust der letzten Saison vier Millionen, doch im undurchsichtigen globalen Finanzgebaren kennt nur die Europazentrale von Anschutz die genauen Zahlen. Mit der Leitung von Servette wurde im Sommer der seit langem lokal ansässige Schwede Anders Olson betraut, der zuvor fürs Marketing von Tetrapak zuständig gewesen war. Er akquirierte zahlreiche Partner; für die nächste Saison wird erstmals mit einem ausgeglichenen Etat gerechnet.

Auf die Dauer kann der Verein laut Torriani nur in einer neuen, zweckdienlichen Halle überleben. Pläne dafür existieren, doch von der öffentlichen Hand sind angesichts der prekären Finanzlage keine Mittel zu erwarten. Heute sind die Eishockey-Sportler schon froh, wenn die Eismeister in der Patinoire Les Vernets das Aquaplaning der Athleten verhindern. Weil die Maschinen aus Spargründen nicht auf Hochtouren laufen, stehen die Spieler nach jeder Pause herum, bis die letzten Pfützen mit dem Besen weggewischt oder wieder gefroren sind. Als geeignet für eine neue Halle wird ein Terrain in Meyrin ins Aug gefasst. Private Investoren sollen das Geld aufbringen. Wenn er sieht, dass sich wirklich etwas tut, lässt sich vielleicht auch Mr. Anschutz zum Mitfinanzieren bewegen. Er braucht einen Vorwand, um nach Genf zu kommen. Er fährt in der Umgebung gerne Rad, im Schlepptau der beiden Cadieux.

http://www.nzz.ch/2004/10/18/sp/page-article9XITG.html

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