Die Zeit dazwischen

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Senfstulle
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon Senfstulle » Do 29. Okt 2020, 14:38

Vllt machen wa jetzt auch alle zwei Monate Lockdown :roll:
Also ich hoffe natürlich, dass alles gut geht, aber während wir nach dem letzten Lockdown in den Sommer entlassen wurden und sich alle draußen getroffen haben, werden wir diesmal in das Weihnachtsfest entlassen, wo ein Großteil der Familie und oft auch Freunde zusammenkommen und sich wohl nicht alle an die Hygieneregeln halten werden/können. Daher bin ich diesmal auch eher skeptisch, obwohl ich bisher immer versucht habe die ganze Sache positiv zu sehen.
Ende Dezember sind wir alle schlauer und die Eisbären mindestens einen Titel reicher.
bärenhausski
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon bärenhausski » Do 29. Okt 2020, 16:08

Tatanka hat geschrieben:
Do 29. Okt 2020, 11:37
bärenhausski hat geschrieben:
Mi 28. Okt 2020, 20:18
...
was ist denn eigentlich gemeint mit der smarten Formulierung "man muss mit dem Virus leben"? (eine der typischen populär klingenden, nichtssagenden Sprachhülsen aus der Werkstatt des Herrn Streeck)...
Leben mit dem Virus heißt für mich die Maßnahmen so zu zuschneiden, daß man die Auswirkungen auf das öffentliche Leben so gering wie möglich hält und dabei den Schutz vor Ansteckung, besonders in den Risikogruppen, so groß wie möglich fast und das dauerhaft. Und bevor du hier ironisch einhakst, es wird keine 100% an beiden Enden geben. Es ist die Ausgewogenheit, die Waage, die man finden muß.
Die Amplituden, die sich über den größten Teil Europas erstrecken, sind da das ganze Gegenteil. Der radikale Lockdown aus dem Frühjahr, folgte die radikale Öffnung. Dies suggerierte doch bei vielen Menschen den Eindruck, es wäre überstanden und nun könne alles weitergehen wie zuvor. Der jetzige heftige Ausschlag in die andere Richtung ist die logische Folge.
In Schweden (ich weiß du kannst es nicht mehr hören, aber es ist das einzige Vergleichsbeispiel ;) ), waren die Maßnahmen eher locker und von Anfang an auf Eigenverantwortung ausgelegt. Da wurden auch bei stark sinkenden Infektionszahlen kaum Lockerungen durchgeführt, denn man war ja schon "locker" und demzufolge gab es keinen heftigen Drang die Freiheit voll ausleben zu wollen. Man machte einfach weiter, hat das Virus also in seinen Alltagsablauf integriert. Man "lebte" also mit ihm.
Und wenn ich den "ewigen Karl" gestern bei Lanz erlebt habe, bekomme ich das Schaudern. Da wird von einem mathematischen Modell von 75% Kontaktreduzierung gesprochen und da man die Kitas und Schulen offen hält, muß man an anderer Stelle die Prozent reinholen und das geschieht halt mit der Schließung der Restaurants, auch wenn dort kaum Ansteckungen nachzuweisen sind. Man muß halt auf 75% kommen und nur das zählt!
Wir werden also von einem theoretischen Modell bestimmt und nicht von der realen Faktenlage. Und dann stellt sich der Herr Lauterbach auch noch hin und verkündet, daß der Impfstoff "den Sieg über das Virus bringen wird". Ein Impfstoff, den es noch nicht gibt und dessen Wirkung und Nachhaltigkeit nicht bekannt ist. Das ist reine Spekulation auf die Zukunft. Man geht "all in" auf diesen Impfstoff und versucht sich nur irgendwie bis dahin durchzuhangeln. Das ist für mich nicht nur unverantwortlich, das ist Irrsinn!
okay, da ist eine Menge Vernünftiges dabei, wenn ich auch die Einschätzung zum Karl nicht in Gänze teile; der ist eben Epidemiologe
schön wäre es aber, wenn der stets verschwurbelte Streeck das mal so erläutern könnte, wie ein Laie wie Du es auch kann
ansonsten bin ich selbst der allergrößte Fan jedweder Lockerung, da ich mit meiner Firma jeden Monate einen deutlich fünfstelligen Betrag an Kosten zu stemmen habe, bei eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten
wir sitzen da nicht auf warmen Beamten- und Abgeordnetenärschen wie eine Vielzahl der handelnden Dummschwätzer und auch nicht auf zumeist noch aufgestocktem Kurzabeitergeld, das zudem noch den Strukturwandel hemmt und behindert
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon Tatanka » Do 29. Okt 2020, 19:53

Leider scheint das in der Politik nur sekundär zu sein. Über die eigentlichen Probleme und wie sich in den verschiedenen Geschäftsmodellen die Kosten zusammensetzen, herrscht aus meiner Sicht oftmals absolute Unkenntnis. So wundert es dann auch nicht, daß Soloselbstständige aus der Veranstaltungsbranche komplett an der Entschädigung vorbei fallen, weil das Geschäftsmodell nicht bekannt zu sein scheint.
Dazu lohnt sich auch bei der selben Sendung des Herrn Lanz mal den Herrn Kretschmann anzusehen. Dieser stammelte wie ein seniler Greis seine Empfehlung in die Runde: "Je klarer wir uns an die Sachen halten, desdo schneller ist die Sache vorbei und dann kommt der Impfstoff und erlöst uns alle!" Und sowas ist der erste Mann in BW, wo der Kreis Sindelfingen/Böblingen wahrscheinlich ein höheres BIP hat, als ganz MV.
Übrigens hat dort der Herr Lauterbach sich zum Ende hin dann auch noch widersprochen, als er die langfristige Regelung mit dem Kurzarbeitergeld verteidigte, weil der vorher von ihm angepriesene "Sieg bringende Impfstoff" gar nicht an alle verabreicht werden kann und der Impfstoff selbst wohl nur vor einem schweren Verlauf, nicht aber vor Ansteckung und Weitergabe des Virus schützt (weiß da einer schon mehr?) und wir somit das gesamte Jahr 2021 mit dem Virus zu tun haben werden. Der Mann dreht es sich, wie er es braucht.
Übrigens fand ich die Darlegungen des Herrn Streeck bisher immer recht klar, verständlich und logisch nachvollziehbar. Also was auch immer deine Probleme mit ihm sind ... ;)
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon bärenhausski » Do 29. Okt 2020, 21:47

zum Schulsitzenbleiber und ex Angehörigen radikaler kommunistischer ML-Gruppen Kretschmann fällt einem schlicht nichts ein
seniler Greis ist wohl inzwischen die richtige Eingruppierung
es ist schier unglaublich was für Karikaturen die Geschicke unseres Landes führen und wie diese überhaupt in solche Ämter kommen können
in Berlin ist dies gleich ein kompletter Senat
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon Matpflugi » Fr 30. Okt 2020, 08:05

Ist schon bemerkenswert, wenn ich mir die letzten 2 Wortmeldungen durchlese, warum ihr so auf mich einprügelt, denn nichts würde ich inhaltlich anders darstellen... vielleicht etwas direkter formulieren.
Links antäuschen , rechts vorbei!
:o
St
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon St » Fr 30. Okt 2020, 09:06

Mal wieder etwas Spocht:
Die Bären testen heute 19:30 Uhr gegen die Kassel Huskies und morgen 14:30 Uhr gegen Bad Nauheim.
Beide Spiele finden ohne Zuschauer statt.
Voraussetzung für die Tests sind natürlich jede Menge negative Tests.
Bewegte Livebilder sind für schlappe 6,50 € bei SpradeTV buchbar.
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon 7x Meister Gretzky » Fr 30. Okt 2020, 09:54

Besser als nix. Man spart ja zur Zeit sehr viel Geld durch kein Kino, kein Konzert, kein Stadion, kein Puff.
U.N.V.S.U. + U.N.V.S.A.M. + U.N.V.S.P.P.
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon bärenhausski » Fr 30. Okt 2020, 10:05

7x Meister Gretzky hat geschrieben:
Fr 30. Okt 2020, 09:54
Besser als nix. Man spart ja zur Zeit sehr viel Geld durch kein Kino, kein Konzert, kein Stadion, kein Puff.
dafür jede Menge Suff :mrgreen:
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon Tatanka » Fr 30. Okt 2020, 10:18

bärenhausski hat geschrieben:
Do 29. Okt 2020, 21:47
zum Schulsitzenbleiber und ex Angehörigen radikaler kommunistischer ML-Gruppen Kretschmann fällt einem schlicht nichts ein
seniler Greis ist wohl inzwischen die richtige Eingruppierung
es ist schier unglaublich was für Karikaturen die Geschicke unseres Landes führen und wie diese überhaupt in solche Ämter kommen können
in Berlin ist dies gleich ein kompletter Senat
Du kennst doch die Theorie, daß man so lange befördert wird, bis man auf einem Posten sitzt, dessen Ansprüche man nicht mehr gewachsen ist. Und über die Jahre sind dann alle Posten mit Leuten besetzt ... ;)
Aber wie man hört, brennt im Senat auch ab und zu noch ein wenig Licht und Amateursport bis 12 Jahren ist vom Verbot wohl nicht betroffen. Man kann ja auch keinem Kind erklären, wieso es zwar zur Schule gehen, dann aber mit teils selben Freunden nicht mehr in den Sportverein.
Die meisten Politiker haben meiner Ansicht allerdings nur Angst davor, daß ihnen Versagen und Handlungsunfähigkeit vorgeworfen wird und somit ihre Karriere beendet ist. Daraus entwickelt sich dann der vorherrschende Aktionismus und Überbietungswettbewerb, was man sehr schön am designierten nächsten Kanzler sehen kann. Erst noch schön auf der PK die Handlungseinigkeit aller MP gelobt und dann zurück in den Bergen noch strengere Maßnahmen für sein Bundesland ankündigen. Alles verlogene Charaktere.
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon Tatanka » Fr 30. Okt 2020, 10:21

Matpflugi hat geschrieben:
Fr 30. Okt 2020, 08:05
Ist schon bemerkenswert, wenn ich mir die letzten 2 Wortmeldungen durchlese, warum ihr so auf mich einprügelt, denn nichts würde ich inhaltlich anders darstellen... vielleicht etwas direkter formulieren.
Direkter formuliert? Deine Formulierungen erinnern mich in ihrer schwülstig-pathetischen Selbstbeweihräucherung und Selbstgerechtigkeit an viele Texte bei den Onkelz. Kann es sein, daß du die einfach zu viel konsumierst?
Und dann hast du den Unterschied immer noch nicht begriffen. Es sind die Leute, mit denen du dich schmückst, die du zitierst und hoffierst!

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