Neues von den Fanmittlern

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CultCat
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Neues von den Fanmittlern

Beitragvon CultCat » So 13. Mär 2016, 17:08

Hallo Eisbärenfans,
am Tag der so genannten Dauerkartenparty haben die Eisbären einen langen Text zum Thema Preiserhöhungen veröffentlicht. Wer ihn noch nicht gelesen hat, kann dies hier tun: http://www.eisbaeren.de/news/detail/information-zur-dauerkartenverlaengerung
Der Text liest sich auf den ersten Blick durchaus gefällig. Das ändert sich bei genauerer Betrachtung jedoch sehr schnell:

Das erste Mal horchen wir an der Stelle auf, wo die diesjährige Preiserhöhungen als moderat bezeichnet werden. Für sich genommen stimmt das sicher. Nimmt man aber die der letzten beiden Jahre zusammen, gibt es Bereiche, in denen sich die Preiserhöhungen auf über 13% summieren. Damit relativiert sich die Bezeichnung
moderat doch sichtlich. Man ist im Jahre 2008 - bezogen auf den Stehblock - mit den gleichen Preisen in die Arena gezogen, die auch im Welli aufgerufen waren. Weshalb man diese - ohne Not - nach drei Jahren von 370 auf 299 Euro gesenkt hat...? Wir wissen es nicht. Exakt dieser Senkung hechelt die Geschäftsstelle heute hinterher.

Kurz darauf wird uns im Text der Eisbären erklärt, dass die Masse der Zuschauer wegen der sportlichen Erfolge zu den Spielen kommt und nicht wegen der Stimmung in der Arena. Gegen diese These sprechen jedoch klar die Zuschauerzahlen der zurückliegenden beiden Jahre, in denen man sich nicht für die Play-off qualifizieren konnte und die Eisbären dennoch unter Europas Top-drei Zuschauermagneten im Eishockey landeten. Und wenn die Stimmung in der Arena aus Sicht der Geschäftsstelle nun keinen wichtigen Aspekt mehr darstellt, muss folgende Frage erlaubt sein: Weshalb werden die Sitzplatzkarten im Unterrang immer teurer, je näher sich diese in Nähe der Stehkurve befinden? In den Blöcken 207 und 208 zahlt man für eine Dauerkarte mit Frühbucherrabatt 885 Euro. Lediglich einen Block weiter nach links sind es "nur noch 770 Euro.

Dass die Eisbären in Sachen Budget nicht mehr an der Spitze liegen, hat mittlerweile sicher jeder mitbekommen. Red Bull wirbelt den Markt ordentlich durcheinander und der Rest der Liga sollte sich überlegen, wie weit man bereit ist, das Spiel mitzugehen! Da aktuell in der Arena aber noch immer nicht vermarktete Werbeflächen (z.B. Bullykreis vor der Stehkurve), also ungenutztes Einnahmepotenzial, zu sehen sind, stellt sich eine weitere Frage: Wird, um auf die schwieriger werdende Umstände reagieren zu können, mit der Erhöhung der Ticketpreise der leichteste Weg gewählt?

Dann wird es richtig spannend. Wir werden an die Aussage Moritz Hillebrands von vor drei Jahren erinnert, welcher uns seinerzeit bedeutete: Die Play-off seien wirtschaftlich nicht rentabel. Allemal nicht, wenn sie in der Dauerkarte enthalten sind. Unsere Frage lautet daher: Will man uns darauf vorbereiten, die Play-off in absehbarer Zeit aus der Dauerkarte herauszulösen?
Auch der nächste Absatz lässt aufhorchen: Die Geschäftsstelle beruft sich auf die finanzielle Unterstützung des Fanbogens und Sonderzuges. Kann man machen, wenn finanzielle Unterstützung alles ist ... Natürlich sind wir für die Unterstützung insbesondere des Fanbogens dankbar, aber es kann nicht sein, das dies als Totschlagargument genutzt wird, und damit scheinbar die Fanarbeit seitens der GmbH auf immer abgegolten ist. Und was den Sonderzug betrifft, ist die finanzielle Unterstützung mittlerweile extrem zurück gefahren worden. Dass der Zug diese Saison fahren konnte, ist mitnichten der GmbH zu verdanken, sondern der GASAG.

Andere Dinge wurden auf ein Minimum eingestampft, welche reale Fanarbeit der Eisbären GmbH darstellte und die Distanz zwischen Fans und Spielern verringerte: Vor Jahren gab es zu Saisonbeginn Treffen der Fanclubs mit Spielern. Abgeschafft! - Spieler kamen zu den Fan-Wettbewerben (z.B. Bowling oder Beachvolleyball). Findet kaum noch statt! Was diesbezüglich übrig blieb, ist "Im Dialog mit ", der weder auf dem Mist der Geschäftsstelle gewachsen ist, noch von ihr organisiert und durchgeführt wird. An dieser Stelle könnten wir zudem guten Gewissens den Spieß umdrehen und aufzählen, wie viele Projekte von Fans initiiert, ehrenamtlich durchgeführt oder mindestens personell unterstützt werden, welche das Image der Eisbären in der Öffentlichkeit positiv fördern ...

Weiter: Ja, Holli ist unser Rund-um-die-Uhr-Ansprechpartner. Aber als Holli als
Fanbetreuer anfing, gab es mit Robbi Haschker einen weiteren in Fan-Angelegenheiten hauptamtlich Beschäftigten. Zwei Leute, die für die Fans da waren. Abgeschafft! Jetzt ist es noch einer. Wo genau liegt da der Fortschritt? Mal ganz abgesehen, dass ein DEL-Verein eine Fan-Vertretung haben muss.
Die Eisbären haben die Ticketing-Abteilung ausgebaut. Mit welchem konkreten Mehrwert für die Dauerkarteninhaber?
Es gibt mittlerweile einen Eventmanager. Leider darf der nur das Event "Heimspiel" organisieren. Vielleicht wären Dauerkarten- und Saison-Abschlußpartys endlich mal besuchenswert, wenn er auch da ran dürfte?

Der Text der GmbH zeigt uns, wie aufmerksam und vorsichtig wir auch zukünftig sein müssen. Nicht nur in Bezug auf zu erwartende weitere Preiserhöhungen, sondern insbesondere auf die Konditionen und Rahmenbedingungen. Um es nochmal ganz deutlich zu sagen: es geht uns nicht nur um die Preiserhöhungen an sich, sondern um die ganze Art und Weise , wie die GmbH mittlerweile mit ihren Fans umgeht. Wir möchten uns auf Aussagen verlassen und nicht jedes Mal akribisch gucken müssen, wo sich denn nun wieder was geändert hat. Und - wenn man uns schon keine perspektivischen Aussagen geben kann - wäre es wünschenswert, wenn die GmbH deutlich früher mit solchen Themen auf die Fans zukäme als es die letzen Jahre der Fall war. Wir möchten als das behandelt werden, was wir sind: Fans der Eisbären Berlin. Und nicht als anonyme Masse, mit der man es ja machen kann.
Katzen sind winzig kleine Frauen in billigen Pelzmänteln.

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