Identitätsirrtum

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HeikoBerlin
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Beitragvon HeikoBerlin » Di 25. Sep 2012, 21:43

Zitat:
Original erstellt von uwepietsch:
Ist schon traurig wenn man in einer eigenen Liga nicht die Schiedsrichter schult. Frage mich wozu es denn dann 2 Schiedsrichter Beauftragte gibt.
Mann sollte sich doch mal ernsthaft Gedanken machen. Welchen Sinn hat es, sich in der Liga über härtere Strafen für gefährliche Aktionen beim Kaffeekränzchen zu unterhalten, wenn die Schiris selbst nicht wissen was sie da tun?
Vor allem die Verantwortung dann wieder dem DEB zuzuschieben. Echt, wenns nicht so traurig wär müsste man drüber lachen

Wie ist es denn beim Fußball Bild ? Schult die Schiris der DFB oder die DFL Bild ?

Ich denke grundsätzlich, die Schiris haben es beim Eishockey von Hause aus ziemlich schwer. Ich möchte da kein Schiri sein. Auch beim Fußball gibt es ja jeden Spieltag an die zig Fehlentscheidungen, damit muss man halt leben.
Und ja, ich denke, jeder Schiri, gerade beim Eishockey, hat von der Schwere eines Fouls eine andere, eigene Sichtweise, das wird halt subjektiv entschieden. Ich glaube nicht, dass man das objektiv vereinheitlichen kann. Trotzdem habe auch ich das Gefühl, dass gerade in der O2 unsere Eisbären oftmals die Deppen sind, was die Schiris angeht.
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Beitragvon TWB » Di 25. Sep 2012, 21:47

Fakt ist, dass das Schiedsrichterwsen in Deutschland krankt. Nicht erst seit gestern, die Probleme gibt es schon länger. Zum Einen liegt das am fehlenden Nachwuchs, zum Anderen am fehlenden Anreiz. Wer mag sich denn am Wochenende 700 Kilometer ans Bein binden, etliche Stunden, um am Ende gerade so kostendeckend dazustehen?! Reich wird ein Eishockey Schiri in Deutschland nicht. Meines Erachtens hilft da nur eine Professionalisierung des Schiedsrichterwesens, inklusive Ausbildung, Förderung und Einführung richtiger Profi- Schiedsrichter. Und dazu gehört auch, sich von Altem zu trennen, sprich die beiden Spinner Gerstberger und Trainer endlich rauszuschmeißen!
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Beitragvon JB Carlsson » Di 25. Sep 2012, 22:48

@TWB: Da stimme ich doch mal komplett zu. Bild
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Beitragvon Vauxi » Mi 26. Sep 2012, 01:16

Mich würde mal interessieren was grobe Regelverletzungen sind....
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Beitragvon mcbaer » Do 27. Sep 2012, 09:24

So machts die EBEL:

Die Schiedsrichter

Die EBEL setzt weiter auf das Vier-Mann-System, das sich im Vorjahr bewährt hat, jedes Ligaspiel wird von zwei Schieds- und zwei Linienrichtern geleitet. Neu ist das Erscheinungsbild der Referees, die heuer mit fix vergebenen Rückennummern auflaufen und zudem das Logo des neuen Schiedsrichter-Sponsors (Anm.: DB Schenker, Vertrag über ein Jahr plus Option) am Trikot tragen.
Im Bestreben einer weiteren Professionalisierung im Bereich der Spielleiter hat die Liga den Kanadier Stéphane Auger eingeladen, der im März sein 749. und letztes NHL-Spiel leitete. Er lieferte im Schiedsrichter-Camp vor Saisonbeginn wertvolle Tipps, fungiert in den kommenden Wochen als Beobachter seiner Kollegen und pfeift auch einige Ligaspiele selbst.

Ein eigenes EBEL-Casebook

Lyle Seitz, der Director of Hockey Operations der Liga, hat nach internationalem Vorbild ein eigenes "EBEL-Casebook" erstellt, das Fallbeispiele zur Regelauslegung liefert, um die Linie der Schiedsrichter zu vereinheitlichen und den Vereinen diesbezügliche Klarheit zu verschaffen. Das Casebook sieht ein härteres Vorgehen gegen Schwalben von Spielern (Diving) und verbale Entgleisungen gegenüber Schiedsrichtern vor. Im Sinne der Kontinuität des Spiels wurde auch die Icing-Regelung etwas entschärft: Ein um wenige Zentimeter nicht erreichter Pass der angreifenden Mannschaft soll - sofern sich der Spieler, für den das Zuspiel gedacht war, über der roten Linie befindet - von den Referees nicht mehr als unerlaubter Weitschuss bewertet werden.

Quelle

***

Diese bezeichnenderweise "department of player safety" benannte Instanz ist damit der eigentlich interessante Kern der neuen Struktur. Und dieses department besteht praktisch aus einem Alleinunterhalter, dem EBEL-director of hockey operations, dem Kanadier Lyle Seitz.

--> hier gehts weiter

***
--> mehr dazu

***

Lyle Seitz bei Servus TV

[ 27-09-2012, 08:37: Beitrag editiert von: mcbaer ]
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Beitragvon bärW » Do 27. Sep 2012, 09:40

Moin @mc Bear,Du bist wohl einer von den optimistischen Zeitgenossen ?
Als es in Österreich schon die Maut gab und Deutschland sich anschickte auch so etwas zu veranstalten,wurde nix nachgemacht und vielleicht auf eigene Verhältnisse angepasstes übernommen.Nein da ist Deutschland eigen,das entwickeln wir für einen schmalen Taler (ehem.Währung)alles selber. Bild
Tja und so wird wohl auch die Geschichte mit den Schiris in Deutschland eine endlose werden.Das die DEL da aber so lange still hält,für so bescheidene Leistungen zu löhnen? Wahrscheinlich,egal der Fan hat was zu meckern und die verantwortlichen Herren ihr Kaffeekränzchen.
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Beitragvon Knut » Do 27. Sep 2012, 15:59

ick hab denn mal bei der DEL nachgefragt anbei die Antwort

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zu Ihrem Grundverständnis folgendes: Die Deutsche Eishockey Liga Betriebsgesellschaft mbH (DEL) ist die Verwaltungseinheit aller 14 DEL-Clubs. Als solche sind wir zu strikter Neutralität all unseren Clubs gegenüber verpflichtet. Wir nehmen diese Aufgabe sehr ernst, nicht zuletzt deshalb, weil diese Bedingung und Grundprinzip unserer täglichen Arbeit mit den DEL-Clubs ist.

Dies vorausgeschickt zu Ihrem Anliegen: Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass wir auf Detailfragen der von Ihnen angesprochenen Fälle nicht eingehen können. Vertraulichkeitsklauseln gegenüber allen Beteiligten schließen das in einem nichtöffentlichen Verfahren aus.

Seien Sie aber versichert, dass der DEL-Disziplinarausschuss seine Entscheidungen immer neutral und aufgrund der vorliegenden Beweis- bzw. Sachlage trifft.

Gleichfalls bitten wir um Verständnis, dass wir die Leistungen unserer Schiedsrichter im Einzelfall nicht öffentlich beurteilen bzw. kommentieren werden. Unabhängig davon fördern wir die Ausbildung hochqualifizierter Unparteiischer durch gezielte Förderprogramme. Dafür ist in der DEL der DEL-Schiedsrichterausschuss verantwortlich, der dies im Zusammenspiel mit dem Schiedsrichterausschuss des Deutschen Eishockey Bundes (DEB) leistet. Sollten Sie diesbezüglich Fragen haben, wenden Sie sich bitte direkt an den DEB.

Mit freundlichen Grüßen
M. Schumann
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Beitragvon anath » Do 27. Sep 2012, 17:48

Viel Sülze, schön labberig, bloß nicht konkret werden...ja, so in etwa hatte ich mir das vorgestellt.
Und natürlich: hochqualifizierte Fachkräfte ! Was sonst? Bloß nicht zugeben, was da manchmal für ein Mist abläuft.

Und selbstverständlich haben wir dafür Verständnis, klar doch! Bild
Jetzt trink einen Eimer Beton und bleib hart!
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Beitragvon Col.Hogan » Do 27. Sep 2012, 18:02

Ich denke aber,das genau dieser Weg der richtige ist.Je mehr Leute / Fans anfragen stellen (egal ob DEL und DEB) desto mehr denke ich werden sie vielleicht drüber nachdenken.
Wenn ein Einzelner dies tut ,kann man das unter der Rubrik "verärgerter Fan" ablegen.
Stellen aber 100 oder oder 1000 die gleichen Fragen,dann erhofft man sich doch ,das drüber nachgedacht wird.

Vielleicht sollte da auch der Fanbeirat in Aktion treten.Ich denke, das diesbezüglich Fanbeiräte der anderen Vereine mit ins Boot geholt werden können.
Wir sind in der Sache bestimmt nicht die einzigen die da so denken.
Ein gemeinsames Schreiben aller Fanvereine der DEL ,gekoppelt mit gesammelten Unterschriften der Fans.Wäre eine Möglichkeit.
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Beitragvon mcbaer » Fr 28. Sep 2012, 00:51

@bärW:

Du wirst lachen, aber ja, ich bin ein unverbesserlicher Optimist. In Österreich mussten die Wellen auch erst überschlagen, ehe sich durchgerungen wurde, kompetente Hilfe von außen zu holen. Ich weiß nicht, ob Du das Geschehen in der EBEL verfolgst. Jedenfalls wars dort gar so, dass (in Amt und Würden befindliche) Vertreter einzelner Clubs im bisherigen sogenannten Strafsenat saßen und über Strafen gegen Spieler ihrer Wettbewerber mit entschieden. Insofern war die DEL der EBEL in puncto Neutralität bis vor Kurzem einen Schritt voraus. Die jetzt erfolgten Veränderungen stellen geradezu eine Revolution dar, die das Schiedsrichterwesen in Österreich vermutlich etliche Schritte voranbringen wird. Denn mit dem Engagement der beiden Ex-NHL-Schiris ist es ja nicht getan. Glaubt man einem Bericht, der jüngst bei Servus TV lief, geht mit der Schaffung der neuen Strukturen ein deutlich intensiviertes Aus- und Weiterbildungsprogramm für die Schiris einher. Und glaube mir, als zigfacher Augenzeuge kann ich Dir sagen, dass das auch verdammt nötig ist!
Machen wir uns aber nichts vor, das kostet auch eine Stange Geld. Und insofern ein Tipp: Es macht relativ wenig Sinn, die Verwaltung der DEL in Köln mit Fragen zu penetrieren. Die wahren Chefs der Liga sitzen an allen 14 DEL-Standorten. Die Herrschaften in den Führungsetagen der DEL-Clubs in ihrer Funktion als Liga-Gesellschafter müssen beschließen, deutlich mehr in die Aus- und Weiterbildung unserer Schiris zu investieren und haben die Kohle dafür bereitzustellen. Also stellt Eure Fragen an Pete Lee, Charlie Fliegauf, Michael Pfad, Daniel Hopp, Jürgen Pfundtner, Thomas Eichin, Jürgen Arnold und wie sie alle heißen! All das sind die Entscheider, nicht die überschaubare Runde Verwaltungsangestellter in der DEL-Geschäftsstelle! Es bringt nun mal nix, durchaus berechtigte und richtige Fragen permanent den falschen Leuten zu stellen! Allerdings sollte sich das dann endlich auch mal rumgesprochen haben, weil es zu X Gelegenheiten auch hier mehrfach auseinanderklabüsert wurde... Das immer wieder und wieder zu tun, ist zwar mitunter nicht weniger ermüdend, als Jahr um Jahr den Folgen der Stümperei unserer Funktionäre ausgesetzt zu sein, aber man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben. In beiderlei Hinsicht. Und dafür brauchs eben unerschütterlichen Optimismus. Bild

[ 28-09-2012, 00:07: Beitrag editiert von: mcbaer ]

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