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ex-72er
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Beitragvon ex-72er » Mi 9. Nov 2016, 20:29

Man hat sich auf MALLORCA getroffen.... was sollte denn da auch Gescheites rauskommen ?????

Vor gar nicht allzu langer Zeit hatten auch die Eisbären mal das Ziel, mit einem nahezu komplett deutschen Kader den Titel zu holen....

Heiße Luft.
Dabei seit 1998/99...noch Fragen ?
Tatanka
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Beitragvon Tatanka » Mi 9. Nov 2016, 20:42

Zitat:
Original erstellt von henry:
Es gibt zu wenig gute junge Deutsche und wenn sie richtig gut sind, gehen sie in die NHL.
In Schweden gibt es nur Eishockey und den entsprechenden Fernseh/Sponsoren Etat. In Deutschland verdient man in der 3.Fußball Liga mehr als beim Hockey. Solange das so bleibt, ist man im internationalen Vergleich immer nur 2. oder 3.Liga.

Das ist nur nur ein kleiner Teil der Wahrheit.
Klar kann man in Schweden aus viel mehr Kindern im Nachwuchs auswählen. Allerdings ist die Ausbildung im Nachwuchs vor allem von der Qualität her wesentlich höher, als in Deutschland. Ich hatte vor einigen Jahren mal einen kleinen Einblick in die Ausbildung bei Frölunda und von den Bedingungen könnte man in Berlin durchaus mithalten. Wenn man aber sieht, was da an Fachpersonal in der Ausbildung tätig ist, kommst du dir in Berlin vor wie ein Alleinunterhalter.
Woran es in Deutschland aber am meisten hapert, ist der Wille bei Managern und sportlichen Leitern der DEL-Clubs wirklich Mittel freizumachen und langfristig etwas aufzubauen.
Wenn ich z.B. bei den Eisbären den Herrn Ustorf erlebe, der auf eine konkrete Frage beim Fanstammtisch die Leute nach Strich und Faden belügt, dann weiß ich, daß dieser feine Herr kein wirkliches Interesse an einer änderung der Bedingungen hat, sondern nur den Teppich über die Mängel ziehen möchte.
walser-17
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Beitragvon walser-17 » Mi 9. Nov 2016, 22:04

Zitat:
Original erstellt von bärW:
Ich behaupte jetzt mal,das was wir gestern dort bei den!" indianischen Wikingern " sehen konnten,war gelebte Nachwuchsförderung. 16- 18 jährige dürfen spielen und werden gefördert und gefordert.Tolle Abschiedsvorstellung für den Rest der DEL.Danke nach Schweden.
Nur gibt es dabei einen kleinen aber nicht ganz unbedeutenden Unterschied zu den deutschen Nachwuchsspielern. Die 16-18 Jährigen Schweden spielen nicht aufgrund ihres Alters in der SHL, sondern aufgrund ihrer Qualität. Sie sind reif und gut genug trotz ihres jungen Alters in dieser Liga mitzuspielen und gehen in der Regel in ein paar Jahren den Weg über Nordamerika. Mir fallen keine DNL- Spieler ein, die nur annähernd mit diesen Jungs mithalten können. Und die deutschen Talente, die das könnten, gehen schon früh mit 15- 16 Jahren in die Nordamerikanischen Nachwuchsligen, weil sie dort optimal gefördert werden können, was die Schweden quasi in ihren eigenen Wohnzimmern tun können.

Unterm Strich bleiben im Moment für die DEL nur in absoluten Ausnahmefällen wirklich talentierte Spieler übrig, die man wirklich in der DEL bringen kann. Damit meine ich nicht rechts außen auf der Bank.

Und sind wir mal ehrlich, das Niveau in der DEL hat sich in den letzten Jahren so rapide verschlechtert, dass man die Spiele nur noch mit Würgereizen ertragen kann. Scheibe tief und hinterherrammeln, na herzlichen Glückwunsch. Leider Gottes wird das so auch schon sehr früh im Nachwuchsbereich gelehrt, weil es die Trainer oftmals selbst nie besser konnten.

Mein Fazit: Eine Erhöhung der AL-Lizenzen würde für mich schon einen Sinn ergeben, jedoch kann das auf Dauer keine Lösung sein. Es würde bei voller Auslastung der Lizenzen dazu führen, dass 28 deutsche Akteure keinen Platz mehr in der DEL hätten. Diese würden zwangsläufig in Richtung DEL2 einkehren, was die Qualität dort schon steigern sollte und den jungen Spielern aus der DEL2 ebenfalls zu Gute kommen sollte. In der DEL sollte durch den Tausch (28 durchschnittliche- Unterdurchschnittliche Deutsche gegen AL) widerum mehr Qualität in die Liga kommen.

Alles unter der Prämisse betrachtet, dass die deutsche Nachwuchsarbeit schon in den Kinderschuhen eklatant verbessert werden (Qualität statt Quantität) muss um dort in Zukunft eine breite Masse guter deutscher Spieler zu formen, damit die DEL zukünftig nicht mehr auf die ALs angewiesen ist um die Qualität bis zu einem gewissen Maße hochzuhalten.

Ps. Es gibt zwei Punkte die meinem Beitrag komplett widersprechen:
Talbot und Tallackson

Aber das ist eine andere Geschichte

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Beitragvon Larouche... » Mi 9. Nov 2016, 23:42

Fakt ist doch aber auch, dass mit der Quantität der Ausländer fast immer auch die Qualität sinkt.

In der DEL spielen doch fast nur noch Luschen, die selbst in der AHL unterer Durchschnitt waren.

Mir wäre es lieber, jedes Team hat nur 5 Ausländer und diese haben dann eine absolute europäische Topqualität. Aktuell sehe ich in unserem Kader davon genau nur einen Spieler (Petersen).

Dazu viele junge hungrige Spieler. Klar braucht das vielleicht etwas Anlaufzeit, aber wenn man das paar Jahre durchzieht und es durchlässiger wird, werden auch immer mehr Talente durch frühzeitige Spielpraxis im Oberhaus an Qualität gewinnen.

Aber leider wird man den falschen Weg gehen und wieder da landen, wo man in den 90er Jahren war, Unfassbar!

[ 09-11-2016, 22:44: Beitrag editiert von: Larouche ]
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Beitragvon Yzebär » Do 10. Nov 2016, 11:34

Zitat:
Original erstellt von walser-17:
In der DEL sollte durch den Tausch (28 durchschnittliche- Unterdurchschnittliche Deutsche gegen AL) widerum mehr Qualität in die Liga kommen.
Das würde nur funktionieren, wenn nur Topleute verpflichtet würden. Es werden aber bestenfalls Durchschnittsleute geholt, weil man sich auch keine vernünftigen Spieler leisten kann. Letztlich spart man sich einfach die Nachwuchsarbeit und ersetzt die durchschnittlichen Deutschen, deren Ausbildung man bezahlen müßte, durch durchschnittliche Ausländer, die woanders ausgebildet wurden.

Wenn man dem deutschen Eishockey helfen möchte, muß man soviel Geld wie nur irgend möglich in die Nachwuchsarbeit stecken und die Anzahl der Ausländer deutlich senken. Anders hat man langfristig keine Perspektive.

@Tatanka
Welche Frage wurde denn beim Stammtisch gestellt und was hat Herr Ustorf geantwortet? Ich kann leider an solchen Veranstaltungen nicht teilnehmen und bin dankbar für jede Information darüber was dort gesagt wurde.

[ 10-11-2016, 10:36: Beitrag editiert von: Yzebär ]
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Beitragvon Yzebär » Do 10. Nov 2016, 11:35

...

[ 10-11-2016, 10:35: Beitrag editiert von: Yzebär ]
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Beitragvon marco » Do 10. Nov 2016, 14:09

@ Walser-17: Das sehe ich etwas anders. Die DEL drückt sich mit der Erweiterung auf 11 Lizenzspieler darum, sich der Verantwortung für Nachwuchsarbeit zu stellen. Klubs wie Wolfsburg oder Straubing bezahlen lieber eine Strafe für mangelhafte Nachwuchsarbeit anstatt zu investieren. Ergo ist die Strafe noch zu niedrig. Anstatt solche Klubs aus der Liga zu werfen, dürfen sie wie gewohnt weiterbasteln.

Anstatt in den sauren Apfel einer zeitweiligen Niveaureduzierung und langfristigen Nachwuchsförderung zu beissen bedient man sich lieber zusätzlichen Ausländern, damit das Volk ruhig bleibt und man den Niveauunterschied zu anderen Ligen nicht mehr so dolle merkt. Sorry, aber das ist für mich sehr kurzfristig gedacht und keineswegs die Denkweise von Visionären sondern eher die von ideenlosen Kleingeistern, die mit dem Tagesgeschäft schon sehr gut ausgelastet sind.
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Beitragvon walser-17 » Do 10. Nov 2016, 14:42

@ Marco

Dein erster Punkt zählt für mich ganz klar zu meiner Forderung die Basis in der Nachwuchsarbeit endlich zu verbessern. Dazu gehören ganz klare Regeln und Vorgaben, an denen sich alle Vereine der DEL ohne Wenn und Aber zu halten haben. Erhängte Strafen dürfen niemals weniger kosten als die Nachwuchsförderung, damit die Vereine schon aus finanziellen Aspekten gezwungen sind in diese zu investieren.

Und zu deinem 2. Teil.
Nachwuchsförderung beginnt nicht im Profibereich, sondern in der Laufschule. Der Ruf nach einer Ausländerreduzierung ist für mich nur reiner Populismus, packt doch aber das Grundproblem in keinster Weise an. Wir können natürlich auch kontinuierlich das Niveau noch weiter heruntersenken und hoffen, dass man doch in Zukunft endlich mal wieder stärker wird. Die Realität sieht so aus, durch deine planmäßige Niveausenkung würde die Nationalmannschaft in der Versenkung der B-Gruppe verschwinden, der DEB dadurch noch weniger staatliche Förderungen erhalten. Und wer zahlt jetzt für den Wiederaufbau der Nachwuchsförderung, wenn nicht zufällig ein großer privater Gönner um die Ecke schaut?
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Beitragvon Senfstulle » Do 10. Nov 2016, 15:00

Das stimmt schon, dass diese Quotenregelung den Markt völlig verzerrt. Aber ohne klare Regelungen werden sich die Vereine vor ihrer Verantwortung drücken - davon gehe ich ebenfalls aus.
Sicher schwierig eine Lösung zu finden, die langfristige Erfolge verspricht, kurzfristig zu einer Qualitätssteigerung oder sagen wir mal -sicherung führt und für alle DEL-Vereine machbar und bezahlbar ist, auch vor dem Hintergrund, dass der Auf- und Abstieg eingeführt werden soll.

[ 10-11-2016, 14:02: Beitrag editiert von: Senfstulle ]
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Beitragvon marco » Do 10. Nov 2016, 15:28

Aber gerade mit Blick auf den geplanten (eigentlich aber gar nicht gewollten) Auf- und Abstieg sollte man die Regelung der Ausländerlizenzen zwischen beiden Ligen eher angleichen als die Schere noch weiter auseinander gehen zu lassen.

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