Eisbären bei der Nationalmannschaft

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Westbär
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Eisbären bei der Nationalmannschaft

Beitragvon Westbär » Di 6. Mai 2008, 23:58

Zitat:
Original erstellt von 13-G:
interessant ist in diesem zusammenhang dann auch das.

also Frau Freitag ist ganz offensichtlich nicht gesperrt worden.
es fehlen jetzt noch die Herren und damen von der CDU/CSU,die Grünen und Die Linke.irgendwie verpassen die die chance ganz wichtig zu tun... Bild

egal was jetzt noch kommt Busch ist doch jetzt schon verurteilt.
die richtung wie es laufen wird ist wohl auch vorgegeben.urteil eines sportgerichtes woran sich der DEB dann halten wird,erneuerung des vertrages mit der NADA und im zweifelsfall auch das nächste mal gegen den angeklagten und die gleichstellung mit einem dopingsünder.
und das wird dann als glaubwürdig verkauft.
der dumme ist dann wie schon zum zeitpunkt des verweigerten tests Florian Busch.
hier kann man wirklich allen beteiligten nur gratulieren zu einem schmierentheater sondergleichen.
einem F.Busch der es auf grund seiner unbedarftheit scheinbar nicht für notwendig erachtet normale regeln des profisports einzuhalten (ja,ich gehe noch immer davon aus das er sauber war und drücke ihm die daumen das es für ihn glimpflich ausgeht),einem verein der wohl rechtlich alles richtig machte aber auch hätte anders handeln können zum schutze des sports,des spielers und um ein dem verein schadendes verhalten des spielers zu ahnden,
einem DEB der das ganze nicht offensiv anging und ein doch zumindest nach eigennutz aussehendes urteil fällte,versuchte das ganze unter den teppich zu kehren und wohl wirklich die dimension des ganzen unterschätzte,einer NADA die es scheinbar als der glaubwürdigkeit für zuträglich hält sich auf kosten eines dummen jungen zu profilieren und ihre versäumnisse der vergangenheit an diesem fall aufzuarbeiten,für das verbreiten von halbgaren halbwahrheiten oder dreisten fehlmeldungen beider organisationen,bei dopingexperten die ihre grosse fresse in jedes mikro halten das ihnen dargeboten wird um haarsträubende dinge unbewiesen zu verbreiten,der presse die solchen auftritten unkommentiert die plattform bietet und es nicht für nötig hält ordentlich zu recherchieren und mal ausgewogen und differenziert zu berichten.
und es ist ja nicht so das man nicht schon längst hätte zu einem kompromiss kommen können.
mann bin ich satt. Bild

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Beitragvon mcbaer » Mi 7. Mai 2008, 01:40

Wegen einer einzigen Dummheit eines Einzelnen, nicht wegen eines nachgewiesenen Dopingfalles, wird hier inzwischen eine gesamte Sportart an den Pranger und ungeniert unter Generalverdacht gestellt, um ein Exempel zu statuieren. Eishockey scheint auch in diesem Deutschland entbehrlich...
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Beitragvon old17 » Mi 7. Mai 2008, 14:04

Zitat:
Original erstellt von Tatanka:
Vielleicht sollten wir mal nach Bonn fahren und nachsehen, was man bei der NADA so alles mit unseren Steuergeldern macht. Bild
Uiii...gefährliche Gratwanderung für jemanden aus Berlin. Beim Thema "was passiert mit Steuergeldern" solltest du da besser ganz still sein...

Gruß
old17
no
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Beitragvon Saku » Mi 7. Mai 2008, 14:21

Bitte nicht verwechseln: Westberlin gibt es nicht mehr.

Bei mir in Lichtenberg scheinen die Steuergelder aus der Gießkanne nicht anzukommen.

Aber in Old-Germany herrscht ja auch immer noch die Meinung, dass nur sie allein Soli-Zuschlag bezahlen...
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Beitragvon Saku » Mi 7. Mai 2008, 14:40

Olympiastart in Gefahr

Fall Busch plagt Eishockey-Nationalmannschaft auch bei der Weltmeisterschaft in Kanada - Überraschendes 4:2 gegen Slowakei

[i]Von Daniel Stolpe[/i]

Es war ein seltener Moment der Ausgelassenheit für Florian Busch. Gemeinsam mit seinen Kollegen feierte er nach der Schlusssirene das überraschende 4:2 der deutschen Nationalmannschaft gegen die Slowakei bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Kanada. Das Hauptziel, der Einzug in die Zwischenrunde, ist nun praktisch gesichert, gegen Norwegen reicht im abschließenden Gruppenspiel in der Nacht zu Donnerstag (1.15 Uhr MESZ, DSF live) schon ein Punkt.

Aber zwischen den Spielen holt Busch, den Stürmer des EHC Eisbären, immer wieder die Realität ein. "Ich habe dem DEB viel ärger bereitet, das weiß ich", sagt Busch. "Eishockey ist mein Fluchtort, auf dem Eis habe ich meinen Spaß und schalte ab." Wer weiß, wie lange noch.

Seit gestern fordert auch die Weltantidopingagentur Wada, Busch (23) zu sperren und eine Untersuchung wegen eines möglichen Dopingvergehens einzuleiten. Diese Aufforderung erging an den Eishockey-Weltverband IIHF. Zuvor hatte die Wada vergeblich Auskunft über die Statuten des Deutschen Eishockey-Bundes verlangt, um über ihr Widerspruchsrecht zu befinden. Der DEB habe aber vor Ende der WM keine Fragen beantworten wollen.

Die Nationale Antidopingagentur Nada beharrt ohnehin weiter auf ihrer Forderung nach einer zweijährigen Sperre, nachdem Busch am 6. März eine unangemeldete Trainingskontrolle zunächst verweigert und erst einige Stunden später nachgeholt hatte. Der DEB beließ es stattdessen bei einer Geldstrafe und gemeinnütziger Arbeit im Nachwuchsbereich - wohl auch, weil Krupp bei der WM nicht auf Busch verzichten wollte. Der Angreifer ist "läuferisch ein Spieler auf höchstem Niveau", wie der Bundestrainer betont. Solche Spieler mag er und braucht er.

Weil zusätzlich zum Fall Busch "neun Spieler im Kader stehen, die uns nicht für den Testpool gemeldet sind", so Nada-Geschäftsführer Christoph Niessen, kündigten die Dopingfahnder kurzfristig den Vertrag mit dem DEB über Trainingskontrollen. Bleibt es dabei über ein für den 16. Mai angesetztes Vermittlungsgespräch hinaus, weiß DEB-Vizepräsident Uwe Harnos um die Konsequenzen: "Ohne Vertrag sind wir nicht zur Teilnahme an Olympischen Spielen berechtigt."

Unterstützung erhält der Verband von der Deutschen Eishockey-Liga. Deren Geschäftsführer Gernot Tripcke beschuldigte die Nada, "permanent gegen ihren eigenen Code verstoßen" zu haben. Etwa hätte sie sich "bis zur Entscheidung der Wada gar nicht öffentlich zum Fall Busch äußern dürfen", sagte Tripcke. Stattdessen habe "deren Pressesprecherin ständig Interviews" gegeben.

Ein Formfehler sei der Nada außerdem mit ihrer Klageandrohung beim internationalen Sportgerichtshof Cas unterlaufen. "Der ist in solchen Fragen aber nicht zuständig, sondern ein deutscher Sportgerichtshof, den die Nada noch gar nicht gegründet hat und dessen Etablierung erst der Satzungsänderung sämtlicher Sportverbände in Deutschland bedarf."

[i]Fördergelder auf dem Prüfstand[/i]
All das hindert den Sportausschuss des Bundestages nicht, öffentliche Fördergelder an den Verband auf den Prüfstand zu stellen. "Wir müssen sorgfältig prüfen, wie es mit der weiteren Förderung aus Steuermitteln aussieht", sagte gestern der Sportausschussvorsitzende Peter Danckert (SPD). Der DEB kassiert jährlich 600 000 Euro an Zuschüssen des Bundes.

Heute berichtet die Nada dem Sportausschuss zusammen mit dem Deutschen Olympischen Sport-Bund über die Einhaltung des Nada-Codes durch die Sportverbände. Bereits im Vorfeld dessen sagte Detlef Parr, sportpolitischer Sprecher der FDP: "Wenn ein Vertragspartner die Regeln der Nada nicht einhält, dann ist es die logische Konsequenz, dass sich die öffentliche Sportförderung verwirkt."
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Beitragvon Saku » Mi 7. Mai 2008, 14:41

Zeit zum Großwerden

[i]Katrin Schulze[/i] fordert mehr Professionalität im Eishockey-Bund.

Es wäre Zeit für einen Glückwunsch. Dass die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Kanada den ehemaligen Titelträger Slowakei besiegt hat, ist bemerkenswert. Denn es ist ein Indiz für die gute Entwicklung im deutschen Eishockeysport. Längst haben sich die Reformen in der Deutschen Eishockey-Liga ausgezahlt, dort spielen mittlerweile mehr Deutsche als Ausländer. Davon profitiert die Nationalmannschaft: Im vergangenen Jahr hat sie einen beachtlichen neunten Platz bei der WM erreicht. Und auch in diesem Jahr zeigt die Tendenz nicht zuletzt nach dem Erfolg über die Slowaken nach oben.

Läuft also zwei Jahre vor der WM im eigenen Land alles bestens im deutschen Eishockey? Nein. Zu laut sind die Geräusche im Hintergrund des sportlichen Erfolgs. Denn so fortschrittlich sich das Nationalteam präsentiert, so ewig gestrig ist der Verband, unter dem es firmiert. Der
kleine DEB, wie ihn sein Sportdirektor Franz Reindl einmal kindlich bezeichnete, hat sich selbst mit einer Macht belegt, die ihn nun zu Fall bringen könnte. Er hat sich bemächtigt, den Richtlinien der Nationalen Anti-Doping-Agentur zu widersprechen, und versucht, eine komplett eigene Sichtweise zu legitimieren. Und das gleich mehrfach: Erst im Fall Florian Busch, den er nach einer verweigerten Dopingprobe nur mit einer Geldstrafe belegte, obwohl der Nada-Kodex eine Sperre vorsieht. Dann mit der Tatsache, dass der DEB mindestens neun WM-Spieler nicht für Trainingskontrollen der Nada gemeldet hat. Das Verhalten des Alleingängers DEB war ein Rückschritt in der glaubwürdigen Dopingbekämpfung und zog nur zu logisch eine Kündigung der Zusammenarbeit durch die Nada nach sich.

Vielleicht ist das für den DEB ein nötiger Weckruf. Denn nur wenn der Verband endlich damit beginnt, sich selbst zu reinigen, wenn er sich von der provinziellen Arbeitsweise verabschiedet und sich der weitreichenden Konsequenzen seines Handels bewusst wird, erst dann sind vorbehaltslose Glückwünsche erlaubt.
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Beitragvon Saku » Mi 7. Mai 2008, 14:43

Entscheidung über Busch vor Norwegen-Spiel

Halifax - Florian Busch droht bei der Eishockey-WM in Kanada nun möglicherweise doch der kurzfristige Ausschluss. Der Weltverband IIHF kündigte eine Entscheidung über den weiteren Einsatz bis zum Mittwoch an.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatte die IIHF aufgefordert, das Verfahren gegen den deutschen Nationalspieler neu zu eröffnen und ihn vorläufig von allen Wettbewerben zu suspendieren. Das deutsche Nationalteam bestreitet in der Nacht zum Donnerstag (MESZ) sein letztes Vorrundenspiel gegen Norwegen.

Ob der 23 Jahre alte Eisbären-Stürmer nach seinem zunächst verweigerten Doping-Test am 6. März ausgeschlossen wird, ist offen. «Dies ist Sache des IIHF», erklärte WADA-Sprecher Frederic Donzé auf dpa-Anfrage. IIHF-Sprecher Szymon Szemberg sagte danach, die Sportabteilung des Verbandes und die WADA würden über den Fall im anderen WM-Spielort Québec beraten. Dem deutschen Team drohe bei einer Sperre für Busch kein Punktabzug, betonte Szemberg. «Ich sehe, dass eine Entscheidung gefällt wird, aber nicht, dass er gesperrt wird», sagte Sportdirektor Franz Reindl vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB). «Ich kann mir nicht vorstellen, dass es anders kommt.»

IIHF-Präsident René Fasel war bei einem Besuch in Halifax mittags von der WADA-Mitteilung überrascht worden. «Wir haben vor der WM mit dem Deutschen Eishockey-Bund darüber gesprochen. Es ist schwer, den Fall zu kommentieren, weil es mehr eine rechtliche als eine Doping-Affäre ist», sagte der Schweizer. Am vorigen Samstag hatte es vor dem deutschen WM-Auftakt gegen Finnland eine IIHF-Mitteilung gegeben, wonach die WADA Busch für die WM freigegeben habe. IIHF-Sprecher Szemberg sprach von schlechter Kommunikation. Busch schoss beim 1:5 gegen Finnland das deutsche Tor und bereitete die 1:0-Führung gegen die Slowakei durch Kapitän Marco Sturm vor.

«Ich weiß nicht, wer sich da auf welchen Schlips getreten fühlt», sagte Reindl zur WADA-Mitteilung, räumte aber ein, man habe im Vorfeld wegen möglicher Querelen einen Verzicht auf Busch erwogen. «Aber wenn man Klarheit hat, warum soll man den Spieler dann nicht spielen lassen?» Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) hatte nach der milden Ahndung des verweigerten Tests von Busch durch den DEB die WADA informiert. Nach den Regeln des WADA-Codes hätte er mindestens für ein Jahr gesperrt werden müssen.

«Entgegen eines Berichtes auf der IIHF-Website vom 3. Mai hat die WADA den deutschen Eishockey-Spieler Florian Busch nicht von einem Anti-Doping-Verstoß freigesprochen», hieß es in der WADA-Mitteilung. Gleichzeitig beklagte die Agentur die mangelnde Kooperation des DEB. Vergeblich habe man sich über die NADA bemüht, Einsicht in das DEB-Regelwerk zu bekommen, um über einen möglichen Einspruch im Fall Busch entscheiden zu können. «Die WADA wurde durch die NADA informiert, dass der DEB nicht vor Ende der WM in Kanada Fragen beantworten würde», teilte die WADA mit. Dem widersprach Reindl.

Unterdessen hat der Vorsitzende des Sportausschusses des Deutschen Bundestages, Peter Danckert, angekündigt, im Zuge des Busch-Falls die staatliche Förderung an den DEB überprüfen zu lassen. «Wir werden versuchen, auf das Bundesinnenministerium einzuwirken, die Fördermittel an den DEB zu überprüfen», sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin.

Die NADA hatte als Konsequenz auf die ihrer Ansicht nach regelwidrige Ahndung des verweigerten Doping-Tests den Vertrag mit dem DEB gekündigt. Damit werden von sofort an keine Trainingskontrollen im Eishockey mehr vorgenommen. «Dies zeigt die Entschlossenheit der NADA», sagte Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), «aber es darf nicht passieren, dass das Tor für ein Dialog geschlossen wird.» NADA und DEB müssten auf eine «gemeinsame Erkenntnis» kommen, wie es zu einer Unterwerfung unter das national Doping-Kontrollsystem kommen könne.

Bereits für den 16. Mai ist ein Treffen zwischen NADA- und DEB- Vertretern vereinbart. «Es kommt darauf an, dass der DEB auf das Eis zurückkehrt. Das war ein Warnschuss durch die NADA», meinte DOSB- Generaldirektor Michael Vesper. Der DEB müsse die Regeln einhalten. «Und die NADA ist das Kompetenzzentrum im Anti-Doping-Kampf.»

Nach Angaben von DEB-Vizepräsident Uwe Harnos erhält der DEB eine jährliche Förderung von 600 000 Euro. «Das ist natürlich ein Wort», sagte Harnos der dpa am Rande der WM in Halifax. Eine Streichung «würde dem Verband ernsthaft wehtun», da viele Planungen und Verpflichtungen auf diese Summe abgestellt seien. Allerdings bleibe der DEB überzeugt, richtig gehandelt zu haben. «Wir haben keinen Grund gesetzt, dass man uns etwas entziehen könnte. Im Notfall gilt es, das gerichtlich zu klären», fügte der Rechtsanwalt hinzu. Mit dem Bundesinnenministerium und dem Bundesverwaltungsamt sei man bereits in Kontakt, eine abschließende Stellungnahme solle es geben, sobald sich die NADA abschließend geäußert habe. Der Zuwendungsbescheid wird jeweils für vier Jahre nach den Olympischen Spielen vergeben.
[i]dpa[/i]
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Beitragvon Saku » Mi 7. Mai 2008, 14:44

Wolken über der Heimat

Dem Deutschen Eishockey-Bund droht der Entzug staatlicher Förderung, weil er gegen die Regeln der Nada verstoßen hat

[i]Christian Schwager[/i]

BERLIN. Es waren gute Neuigkeiten, die die Nachrichtenagenturen am Dienstagmorgen aus Halifax übermittelten: Bei der WM in der kanadischen Stadt hat das deutsche Eishockeyteam überraschend den früheren Weltmeister Slowakei 4:2 besiegt. Mit einem Unentschieden gegen Norwegen können die Deutschen nun in die nächste Runde einziehen. Damit wäre auch der Klassenerhalt gesichert. In Halifax ist die Welt für den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) noch in Ordnung und das Klima heiter.

Düstere Wolken ziehen dagegen in der Heimat über dem DEB auf. Die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) hat den Vertrag mit dem DEB gekündigt, der die Trainingskontrollen bei deutschen Nationalspielern regelte. Die Nada reagierte damit auf das Fehlverhalten des Verbandes. Der hatte den Berliner Profi Florian Busch trotz einer verweigerten Dopingprobe zur WM entsandt. Zudem hatte der DEB laut Nada neun Auswahlspieler nicht für den Testpool gemeldet. "Das ist ein schwer wiegendes Versäumnis", sagt Nada-Sprecherin Ulrike Spitz. Der DEB sei verpflichtet gewesen, seinen erweiterten Nationalkader anzumelden. "Das schließt auch ein, dass wir über Modifizierungen des Kaders ständig informiert werden."

Manfred von Richthofen, Ehrenpräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), lobt den Schritt der Nada. "Das Verhalten des DEB macht mich sprachlos. Er muss wieder auf eine Linie mit den anderen Fachverbänden gebracht werden", sagt er. Und: "Wer sich nicht an die Regeln hält, bekommt auch keine Förderung."

[i]Wada fordert Buschs Sperre[/i]

Am Mittwoch beschäftigt sich der Sportausschuss des Bundestages mit dem Gebaren des DEB. Den Abgeordneten Auskunft geben müssen Vertreter der Nada, des DOSB und des Bundesinnenministeriums. "Wir müssen jetzt sorgfältig prüfen, wie es mit der weiteren Förderung aus Steuermitteln aussieht", sagt Peter Danckert (SPD), Vorsitzender des Sportausschusses. Die FDP vertritt nach den Worten ihres Sportsprechers Detlef Parr die Auffassung, dass ein Verstoß gegen den Nada-Code zwingend zum Entzug der Förderung führen müsse. Dagmar Freitag (SPD) sprach von der Gefahr, das Fehlverhalten des DEB könne zu einer "Blaupause für jeden Athleten und Verband" werden, der die Absicht habe zu dopen.

Winfried Hermann von den Grünen will am Mittwoch klären, in welcher Höhe Zuwendungen in diesem Jahr bereits an den DEB geflossen sind und ob das Geld zurückverlangt werden kann. Nach Angaben des Innenministeriums erhält der Verband jährlich 450 000 Euro. Der DEB beteuert indes, richtig gehandelt zu haben. Im Fall Florian Busch hält er die öffentliche Verwarnung des Berliners, die 5 000 Euro Geldbuße und die Ableistung von Sozialstunden für eine angemessene Strafe. Generaldirektor Franz Reindl widerspricht zudem der Darstellung der Nada, der DEB habe gegen die Meldevorschriften verstoßen. Dem DEB solle der Schwarze Peter zugeschoben werden, sagt Reindl. Gleichwohl bemühen sich die Funktionäre, schnellstmöglich von der Nada einen neuen Vertrag zu erhalten. Für den 16. Mai ist ein Gespräch anberaumt. "Wir sind froh darüber, dass der DEB wieder einen Vertrag abschließen möchte", sagt Ulrike Spitz. "Allerdings muss er dann auch die Regeln einhalten."

Der DEB steht unter großem Druck. Ihm droht nicht nur der Entzug der Förderung, auch ist die Teilnahme eines deutschen Eishockeyteams an den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver gefährdet. Dort darf nur antreten, wer sich strikt an den Code seiner nationalen Anti-Doping-Agentur hält.

Ungemach droht dem DEB auch von der internationalen Anti-Doping-Agentur Wada. Die forderte den Eishockey-Weltverband IIHF auf, Busch für die WM zu sperren. Die IIHF will am Mittwochmorgen eine Entscheidung treffen.
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Beitragvon Saku » Mi 7. Mai 2008, 14:48

Doping-Krieg

Weltverband WADA fordert weltweite Sperre für Eisbär Busch +++ Verliert der DEB die Fördergelder?

[i]OLIVER KNAACK[/i]

Der vermeintlich abgeschlossene
Doping-Fall Florian Busch (23) eskaliert jetzt zum Doping-Krieg zwischen dem Deutschen Eishockey Bund (DEB) und der Nationalen-Anti-Doping-Agentur (NADA).

Weil der DEB Busch nicht, wie von der NADA gefordert, für 2 Jahre sperrte, hat die Agentur die Zusammenarbeit (Trainingskontrollen) mit dem Verband gekündigt.
Die letzte Trumpfkarte der NADA: Wenn keine Spieler mehr kontrolliert werden, kann das die Streichung aller Fördergelder (600000 Euro) durch den Bund bedeuten.

Der Doping-Krieg!

Rückblick: Am 6. März verweigerte ein genervter Florian Busch eine Trainingskontrolle. Der Eisbär sah sein Fehlverhalten ein, holte den Test nach 5 Stunden nach. Zu spät, sagt die NADA, die einen verpassten wie einen positiven Test behandelt und deshalb 2 Jahre Sperre für Busch forderte. Doch der DEB verhängte nur eine Geldstrafe (5000 A).

Die NADA legte Einspruch bei Weltverband WADA ein. Gestern Abend mit Erfolg: Die WADA forderte gestern vom Eishockey-Weltverband IIHF, Busch für alle Wettbewerbe zu sperren!

Die Doping-Verbände drehen ohnehin voll auf oder durch? Bei der Eishockey-WM in Kanada wurden die deutschen Spieler teilweise zweimal täglich kontrolliert!

Bei den WM-Tests stellte die NADA überrascht fest, dass sie einen Teil des Teams, darunter die NHL-Legionäre Sturm, Schubert, Seidenberg und Pätzold gar nicht auf der Liste hatte.
Wir mussten mit Erstaunen feststellen, dass bei der WM neun Spieler im Kader stehen, die uns gar nicht gemeldet sind. Die sind gar nicht im Testpool drin, wunderte sich NADA-Geschäftsführer Christoph Niessen.
Eine schwerwiegende Verletzung der vertraglichen Vereinbarungen.

Dem widerspricht DEB-Sport-Direktor Franz Reindl vehement.
Diese Darstellung entspricht nicht den tatsächlichen Gegebenheiten. Die NADA bekommt von uns immer den aktuellen Kader, vor jeder Länderspielmaßnahme und vor jedem Turnier. Alle werden zu 100 Prozent kontrolliert, es gibt keine Lücke.

Weil man um die Streichung der Fördergelder fürchtet, will man schnellstmöglich (16. Mai) einen neuen Vertrag mit der NADA über Trainingskontrollen schließen. Wann herrscht endlich Frieden im Doping-Krieg?
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Beitragvon 13-G » Mi 7. Mai 2008, 15:05

@kingbear,
PN
keine aussage ohne meinen anwalt !

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