Die Zeit dazwischen

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Tatanka
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon Tatanka » Mo 23. Nov 2020, 13:52

Du meinst sich in das System einschleusen, um es dann von innen zu verändern? Also 89 nicht demonstrieren, sondern in die SED und dann eine gerechte Gesellschaft aufbauen?Ein weiterer Blick auf die Geschichte zeigt, wie toll das schon immer funktioniert hat. Da hat die Krake dich schneller umarmt und gefressen, bevor du auch nur die Überschrift deiner Doktorarbeit gelesen hast. Daß sich das Büro für Agitation und Propaganda "Maja linientreu" in dieser Rolle gefallen würde, ist auf Grund ihres Bildes, welches sie hier von sich präsentiert, nur logisch. Die Dame hätte ja auch in der Einheitspartei eine steile Karriere aufs Parkett gezaubert. Soviel dazu!
Leider hast du meinen Beitrag nicht aufmerksam genug gelesen oder nicht verstanden, worauf ich hinaus wollte. Von Langzeitstudien zu sprechen, verbietet sich auf Grund der Kürze der Pandemie eigentlich von selbst. Auf welche Erkenntnisse sollte die sich auch berufen? Auch eine ähnliche Erkrankung heranzuziehen und darauf eine gesicherte Aussage zu treffen, ist abenteuerlich. Das räumt der Beitrag auf T24 auch ein. Doch warum erst, nachdem man schreckliche Bilder von Eventualitäten gemalt hat? Was soll damit bezweckt werden? Die Wahrheit kann man so wohl seriös nicht vermitteln, da man gar keine Grundlage dafür hat. Und zur Wahrheit würde auch gehören, daß man die geringe Quote der Wahrscheinlichkeit ebenso benennt! Ja, es trifft auch jüngere und scheinbar gesunde Menschen. Doch wie viele stehen dem gegenüber, die es mit leichten oder gar keinen Auswirkungen betrifft? Auch Kinder werden von Krebs oder sogar Alzheimer betroffen und dennoch treten diese Krankheiten häufig erst mit zunehmendem Alter oder bei schlechten Umweltbedingungen auf. So was befeuert doch nur die Meinung von der Lügenpresse. Ein Bärendienst für die ÖR!
Für mich soll mit solchen Beiträgen gezielt eine Angst bei denen erzeugt werden, die nicht folgsam die Maßnahmen ertragen, die diese hinterfragen, auf Widersprüche hinweisen oder sich sonst wie als wenig kooperativ erweisen. Es ist aber ausschließlich an der Politik plausibel zu erklären, warum so massiv die Grundrechte der Bürger eingeschränkt werden. Wenn das alles schlüssig wäre, hätte auch ich kein Problem damit. Allerdings gibt ausgerechnet hier die Politik ein katastrophales Bild ab und es wirkt viel mehr nach konzeptions- und planlos. Und deshalb habe ich massive Schwierigkeiten die Maßnahmen zu akzeptieren und nachzuvollziehen. Eine Antwort auf die vielen kleinen und großen Widersprüche konnte mir bisher niemand liefern. Im Gegenteil, bei mir verstärkt sich zunehmend der Eindruck, daß man sich zunehmend auf Aktionismus und Symbolpolitik aus Ratlosigkeit heraus versteift hat. Einzig funktionierende Maßnahme scheint das strikte Einsperren der Menschen zu sein und über diese Option brauchen wir uns hier wohl hoffentlich nicht unterhalten, da vollkommen unverhältnismäßig!
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon Senfstulle » Mo 23. Nov 2020, 15:25

Die einzigen, die in unserer Gesellschaft Angst verbreiten, sind Menschen, die solche kruden Vergleiche anstellen wie du gerade.
"Lügenpresse" ist keine Meinung, sondern ein Kampfbegriff. Wenn dir dieser Beitrag nicht gefällt, kannst du den Redakteuren ja ne E-Mail schreiben. Die freuen sich immer über konstruktive Kritik.
Das Einsperren von Menschen ist keine Option, das hast du gut erkannt. Das wäre vor 89 sicherlich anders gewesen.
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon Tatanka » Mo 23. Nov 2020, 15:54

Ich verursache Angst bei dir? Das bedarf dann doch bitte einer näheren Erläuterung!
Alles in allem entnehme ich aber deiner Antwort dann leider nur, daß du mir die Widersprüchlichkeit auch nicht zu erklären vermagst, was dann auch auf seine spezielle Art ein Eingeständnis ist!
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon Senfstulle » Mo 23. Nov 2020, 16:39

Tatanka hat geschrieben:
Mo 23. Nov 2020, 15:54
Ich verursache Angst bei dir? Das bedarf dann doch bitte einer näheren Erläuterung!
Alles in allem entnehme ich aber deiner Antwort dann leider nur, daß du mir die Widersprüchlichkeit auch nicht zu erklären vermagst, was dann auch auf seine spezielle Art ein Eingeständnis ist!
Die Widersprüche gibt es und das kann auch niemand bestreiten! Die Widersprüche entstehen durch faule Kompromisse, dass es keine ultimative Lösung gibt, die alle zufrieden stellt und dass es das übliche Präventionsparadox gibt. Da kann man nix schön reden, umso wichtiger ist es, dass sich erstmal jeder über seine eigene Situation bewusst wird, die Risiken einschätzen kann und daraus jeder seine Konsequenzen zieht. Der eine will dann eben mehr Einschränkungen und der andere weniger. Das ist wichtig diese gegensätzlichen Meinungen auszuhandeln und ich finde nicht, dass diese Diskussion zu wenig geführt wurde.
Letztlich scheint eine Mehrheit der Gesellschaft die Meinung zu vertreten, dass das Virus gefährlich ist und Einschränkungen bis zu einem gewissen Maße akzeptiert werden. Das gilt es zu respektieren und sich an Gesetze im Rahmen seiner Möglichkeiten zu halten. Diese immer wieder mal zu brechen oder auszureizen, gehört dazu. Wenn man erwischt wird, muss man dann aber auch mit den Konsequenzen leben. Die Regeln werden immer wieder neu verhandelt und jeder hat die Möglichkeit sich daran zu beteiligen. Es gibt nur wenige Gründe diesen Umstand anzuzweifeln und da kommen wir zum nächsten Punkt:
Mir machst du damit glücklicherweise keine Angst, weil ich mir meiner privilegierten Situation sehr bewusst bin. Ich kenne mich auch ganz gut aus mit den demokratischen Prozessen in Deutschland aus. Da ist natürlich viel Potential für Verbesserungen und da kann man Nächte lang drüber diskutieren, denn jeder hat sowieso ne andere Vorstellung davon wie es besser wäre, aber dennoch verbieten sich Vergleiche mit der DDR oder schlimmer noch mit dem dritten Reich. Das hat mit der Realität doch sehr wenig zu tun. Einige Menschen sind da aber unsicher und können diese Vergleiche nicht einordnen, weshalb sie am Ende in ner Telegramgruppe zusammen mit dem Wendler landen. Und das kann nun wirklich niemand wollen.
Ich halte deine Kritik ja durchaus für berechtigt und wenn man Herrn Lauterbach nicht leiden kann, ist das auch gut. Dennoch sehe ich wenig Gründe die Pandemie irgendwie runterzuspielen oder den (Landes-)Regierungen fragwürdige Methoden zu unterstellen. Das Virus ist wie es ist, die Regierung hat sich mMn sehr unglücklich verhalten, aber trotzdem darf man die Kritik nicht durch irgendwelche Übertreibungen oder haltlose Behauptungen lächerlich machen. Das macht es allen nur einfacher diese Kritik abzuschmettern und eine ablehnende Haltung wird man vereinzelt immer haben, aber wenn eine Mehrheit diese Haltung entwickelt, macht man wahrscheinlich selber irgendetwas falsch.
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon 7x Meister Gretzky » Mo 23. Nov 2020, 17:37

Schuld an dem Ganzen sind weder Politiker noch Virologen, sondern die Regelbrecher. Je länger diese die Maßnahmen torpedieren desto länger werden diese verlängert. Die Strafen sind auch viel zu gering, wenn es nach mir ginge....
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon Yzebär » Mo 23. Nov 2020, 18:29

https://www.tagesspiegel.de/sport/herzm ... 50416.html

Ich denke wir haben nach wie vor allen Grund, dieses Virus weiterhin sehr ernst zu nehmen.
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon Senfstulle » Mo 23. Nov 2020, 19:03

7x Meister Gretzky hat geschrieben:
Mo 23. Nov 2020, 17:37
Schuld an dem Ganzen sind weder Politiker noch Virologen, sondern die Regelbrecher. Je länger diese die Maßnahmen torpedieren desto länger werden diese verlängert. Die Strafen sind auch viel zu gering, wenn es nach mir ginge....
Hmm Strafen alleine werden auch nicht helfen, zumal man dann vor allem diejenigen hart trifft, die den Schiffmanns, Eckerts, Jebsens und co auf den Leim gegangen sind. Alleine dadurch sind die genug gestraft. Sicher Unwissenheit schützt vor Strafe nicht klar, aber die Leute werden ja größtenteils massiv ausgenutzt und fehlgeleitet.
Ansonsten bricht ja jeder mal Regeln. Das Problem ist, dass sich das einige zum Hobby gemacht haben und das sollte natürlich konsequent unterbunden werden. Das Demonstrationsrecht ist kein Freifahrtschein!
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon 7x Meister Gretzky » Mo 23. Nov 2020, 19:16

Strafe ist relativ, dem nicht zu bremsenden Spaß und Feiervolk würden 5 Jahre Steinekloppen ganz gut tun
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon Maja » Mo 23. Nov 2020, 19:38

Tatanka hat geschrieben:
Mo 23. Nov 2020, 13:52
Du meinst sich in das System einschleusen, um es dann von innen zu verändern? Also 89 nicht demonstrieren, sondern in die SED und dann eine gerechte Gesellschaft aufbauen?Ein weiterer Blick auf die Geschichte zeigt, wie toll das schon immer funktioniert hat. Da hat die Krake dich schneller umarmt und gefressen, bevor du auch nur die Überschrift deiner Doktorarbeit gelesen hast. Daß sich das Büro für Agitation und Propaganda "Maja linientreu" in dieser Rolle gefallen würde, ist auf Grund ihres Bildes, welches sie hier von sich präsentiert, nur logisch. Die Dame hätte ja auch in der Einheitspartei eine steile Karriere aufs Parkett gezaubert. Soviel dazu!
Leider hast du nix verstanden, wer die DDR und D vergleicht verliert jeglichen Anspruch darauf, Ernst genommen zu werden.
Da sieht man woher du kommst und das du nichts aber auch gar nichts verstanden hast!
Wer hat davon gesprochen nicht demonstrieren zu sollen/dürfen? Hast du es denn getan? Wir haben Meinungsfreiheit und das hat auch kein Infektionsschutzgesetz verändert. Nur, man hat sich an Regeln zu halten.
Du weißt auch hier wieder geschickt auszuweichen. Du maulst herum und machst gar nichts. Von Deiner Sorte haben wir genug, man müßte man sollte, etc. pp. Aber wie man die Welle brechen will - da kommt weniger als nichts.
Ich bin nicht im Osten sozialisiert worden und war auch noch nie in einer Partei, vermutlich im Gegensatz zu Dir. Ich habe eine Meinung und bin auch nicht happy über die Situation, bin auch davon betroffen auch kommerziell, jedoch gibt es keine Alternative zu Kontaktbeschränkungen.
Wenn du die Fresse in der ehemaligen so aufgerissen hättest wie hier, dann hättest du mit Sicherheit eine Vergangenheit in Bautzen o.ä. Etablissements. Aber im Schutz der Meinungsfreiheit kann man ja auf die Kacke hauen.
qed.
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon walser-17 » Mo 23. Nov 2020, 19:40

Yzebär hat geschrieben:
Mo 23. Nov 2020, 18:29
https://www.tagesspiegel.de/sport/herzm ... 50416.html

Ich denke wir haben nach wie vor allen Grund, dieses Virus weiterhin sehr ernst zu nehmen.
Wieder ein Fall von Propaganda der Medien. Schließlich ist das nur ein „Einzelfall“ eines insgeheim adipösen Wolfsburgers. Anders kann es ja nicht sein! :roll: Zudem verbieten sich ja Thesen zu Langzeitschäden, da es die Pandemie noch nicht lange genug gibt. Sicherlich kann man ganz fest davon ausgehen, dass geschädigte Organe innerhalb kürzester Zeit wieder verheilen und wohl keine Folgeschäden hinterlassen, außer natürlich bei unseren Dickerchen im Volk. Die sind schließlich selbst schuld an ihrer Misere.
Zuletzt geändert von walser-17 am Mo 23. Nov 2020, 19:47, insgesamt 1-mal geändert.

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