Die Zeit dazwischen

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henry
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon henry » Mi 28. Okt 2020, 20:04

Hygienische Notwendigkeit :lol:
bärenhausski
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon bärenhausski » Mi 28. Okt 2020, 20:05

wenn man das dramatisch unfähige RKI zitiert, kann man auch das Orakel von Delphi fragen :mrgreen:
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henry
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon henry » Mi 28. Okt 2020, 20:10

@Tatanka

Eine langfristige Strategie lässt sich planen, allerdings ist diese abhängig von der Mitwirkung der Bevölkerung. Da sehe ich das größte Problem, Eigenverantwortung und Rücksichtnahme werden nicht von allen Bevölkerungsgruppen gleich gesehen.
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon bärenhausski » Mi 28. Okt 2020, 20:18

offensichtlich werden in ganz Europa - natürlich außer den Gottähnlichen im Norden - und weiteren Teilen dieser Welt "Bankrotterklärungen" abgegeben
es scheint hier einige zu geben, die immer gewusst haben was richtig war, richtig ist und richtig sein wird
offensichtlich wurde da der Beruf deutlich verfehlt, denn als Hellseher und Wahrsager mit hoher Trefferquote lässt sich ein Schweinegeld verdienen
was ist denn eigentlich gemeint mit der smarten Formulierung "man muss mit dem Virus leben"? (eine der typischen populär klingenden, nichtssagenden Sprachhülsen aus der Werkstatt des Herrn Streeck)
das tun wir doch alle, bis auf die paar die als Kollateralschaden wegsterben
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon Matpflugi » Do 29. Okt 2020, 00:11

Keine Angst, ich falle hier niemanden um den Hals, obwohl ich feststellen muss, dass Tatanka nach wie vor der einzige scheint, der noch nicht ganz erblindet ist.
Mir ist das auch vollkommen Latte, ob das nun wieder als "Schleimen" bewertet wird oder was auch immer.

Wenn er behauptet, dass wir mit dem Virus leben müssen, dann hat er verdammt nochmal Recht!
Wenn er sich nur noch mit dem Maulkorb aus dem Haus traut, würde ich nur noch verständnislos mit dem Kopf schütteln.
Und nachdem mir hier sogar die Pest gewünscht wird, begegne ich nur mit einem Lächeln.
Wir werden sehen, was der liebe Gott für mich noch bereit hält.
Links antäuschen , rechts vorbei!
:o
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon vr1 » Do 29. Okt 2020, 10:51

die DEL-Saison wird zum Gottesdienst erklärt (per Akklamation während des D-Cups) und dann ist Saison mit Zuschauern uneingeschränkt legal - Amen & Halalulia!
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon Tatanka » Do 29. Okt 2020, 11:37

bärenhausski hat geschrieben:
Mi 28. Okt 2020, 20:18
...
was ist denn eigentlich gemeint mit der smarten Formulierung "man muss mit dem Virus leben"? (eine der typischen populär klingenden, nichtssagenden Sprachhülsen aus der Werkstatt des Herrn Streeck)...
Leben mit dem Virus heißt für mich die Maßnahmen so zu zuschneiden, daß man die Auswirkungen auf das öffentliche Leben so gering wie möglich hält und dabei den Schutz vor Ansteckung, besonders in den Risikogruppen, so groß wie möglich fast und das dauerhaft. Und bevor du hier ironisch einhakst, es wird keine 100% an beiden Enden geben. Es ist die Ausgewogenheit, die Waage, die man finden muß.
Die Amplituden, die sich über den größten Teil Europas erstrecken, sind da das ganze Gegenteil. Der radikale Lockdown aus dem Frühjahr, folgte die radikale Öffnung. Dies suggerierte doch bei vielen Menschen den Eindruck, es wäre überstanden und nun könne alles weitergehen wie zuvor. Der jetzige heftige Ausschlag in die andere Richtung ist die logische Folge.
In Schweden (ich weiß du kannst es nicht mehr hören, aber es ist das einzige Vergleichsbeispiel ;) ), waren die Maßnahmen eher locker und von Anfang an auf Eigenverantwortung ausgelegt. Da wurden auch bei stark sinkenden Infektionszahlen kaum Lockerungen durchgeführt, denn man war ja schon "locker" und demzufolge gab es keinen heftigen Drang die Freiheit voll ausleben zu wollen. Man machte einfach weiter, hat das Virus also in seinen Alltagsablauf integriert. Man "lebte" also mit ihm.
Und wenn ich den "ewigen Karl" gestern bei Lanz erlebt habe, bekomme ich das Schaudern. Da wird von einem mathematischen Modell von 75% Kontaktreduzierung gesprochen und da man die Kitas und Schulen offen hält, muß man an anderer Stelle die Prozent reinholen und das geschieht halt mit der Schließung der Restaurants, auch wenn dort kaum Ansteckungen nachzuweisen sind. Man muß halt auf 75% kommen und nur das zählt!
Wir werden also von einem theoretischen Modell bestimmt und nicht von der realen Faktenlage. Und dann stellt sich der Herr Lauterbach auch noch hin und verkündet, daß der Impfstoff "den Sieg über das Virus bringen wird". Ein Impfstoff, den es noch nicht gibt und dessen Wirkung und Nachhaltigkeit nicht bekannt ist. Das ist reine Spekulation auf die Zukunft. Man geht "all in" auf diesen Impfstoff und versucht sich nur irgendwie bis dahin durchzuhangeln. Das ist für mich nicht nur unverantwortlich, das ist Irrsinn!
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon 7x Meister Gretzky » Do 29. Okt 2020, 12:11

Nur ist in Schweden nicht die halbe Welt zu Gast wie bei uns.
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon henry » Do 29. Okt 2020, 12:14

Wenn wir es schaffen würden, die Zahl der Kontakte für 14 Tage zu 100% zu unterbinden, kann es theoretisch keine Ansteckung mehr geben. Das ist natürlich nicht realistisch und man versucht jetzt mit der Kontaktsperre für Gruppen und größere Menschenansammlungen. Ziel ist ja längst nicht mehr eine Null Infektionsrate, sondern man möchte einen Notstand verhindern. Das heißt mit 4000 Neuansteckungen könnte man wohl leben. Die explosionsartige Steigerung bringt das Gesundheitssystem zum Zusammenbruch, dass muss verhindert werden. Es gibt bisher keine optimale Vorgehensweise. Eine ausgewogene Vorgehensweise ist tatsächlich wünschenswert, aber anscheinend in Deutschland nicht möglich. Unlogische Verordnungen der Regierung und Unvernunft in Teilen der Bevölkerung bilden zusammen eine ungute Allianz. Es werden diejenigen bestraft, die sich am intensivsten an die Einhaltung der Hygieneregeln gehalten haben. Ich kann nicht sagen, ob die in Schweden beschworene Eigenverantwortung wirklich von den Menschen gelebt wird.
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon Tatanka » Do 29. Okt 2020, 12:33

Selbst wenn du die Ansteckung auf Null reduzieren kannst, ist eine Lösung des Problems so illusorisch. Der Herr Lauterbach fabulierte ja im Mai davon, dies mit einem längeren Lockdown erreichen zu wollen. Aber das Virus ist in der Welt und Deutschland nicht abgeschottet. Pendler von und nach Polen, Tschechien, Österreich, Schweiz, Frankreich, Niederlande, Belgien, Dänemark ... und früher oder später werden die Zahlen wieder steigen. Und dann? Dann ist wieder Murmeltiertag. Praxisnähe ist erforderlich und keine mathematischen Modelle!

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