Die Zeit dazwischen

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Maja
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon Maja » Sa 16. Mai 2020, 10:56

Was @Matpflugi und @ossi81 wollt ihr eigentlich sagen?
Habt ihr gesehen was in UK, USA passiert ist? Wollen wir in D auch solche populistischen Schwachmaten haben?
Die haben genau das Lied gesungen, was ihr auch singt! Erfolg? - kann sich jeder davon überzeugen, wie dort die Zahlen sind.
Niemand sagt, dass bei uns alles perfekt war und wir waren auf eine solche Situation auch nicht vorbereitet.
Wir sind aber besser als die allermeisten Länder durch die Krise gekommen. Was also soll der Scheiß mit Kalashnikov etc.?
Hinterher wird man - wie immer - schlauer sein und für die nächste Pandemie werden wir gelernt haben, wie man es noch besser macht.
Ihr meint, ihr habt die Wahrheit gepachtet und seid schlauer als die anderen aber (siehe USA und UK) ihr seid die Schafe, die sich von den Verschwörungserzählern aka Märchenerzählern willenlos zu den Schlächtern auf die Schlachtbank führen lassen.
Unser System ist bei weitem nicht perfekt aber besser als die meisten auf der Welt.
Die Tatsache, dass ihr euren Schwachsinn hier ungestraft verbreiten könnt, spricht wohl eher für Pluralismus und Meinungsfreiheit als für Einschränkungen derselben.
bärenhausski
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon bärenhausski » Sa 16. Mai 2020, 11:32

wobei ich da schon unterscheiden möchte:
Matt Butsche ist einer der sich verführen lässt
solche Typen wie der Ossi, der hier im Stasi Jargon schwadroniert und übelste Hetzquellen wissentlich verbreitet, sind eigentlich schon mindestens ein Fall für den Admi
optimismus ist nur ein mangel an information
Tatanka
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon Tatanka » Sa 16. Mai 2020, 11:43

bärenhausski hat geschrieben:
Sa 16. Mai 2020, 06:42
das im glorreichen Schweden- trotz der Tatsache, das auf Millionen Bäume ein Einwohner kommt - die Sterblichkeitsrate 4x so hoch ist wie in D sollte nicht unerwähnt bleiben ...
Habe ich übrigens getan und auch zu hinterfragen, warum das so ist (was der Herr Lauterbach noch nie getan hat, obwohl er immer wieder die Sterberate dort als schlechtes Beispiel vor sich her trägt), vor allem im Vergleich zu den von dir erwähnten Fallzahlen. Übrigens sind auch diese absolut abhängig, wie viele Tests gemacht werden. Da das aber auch in jedem Land differenziert, sind auch hier Quervergleiche seriös nicht möglich.
Zum Thema Schweden gab es auf Radio Eins Anfang dieser Woche ein Interview mit einem Journalisten des Aftonbladet. Dieser berichtete, daß speziell in Stockholm sehr viel alte Menschen in Alten- und Pflegeheimen gestorben sind und man es nicht geschafft hatte, wie angedacht genau diese besonders zu schützen. Vermutet wird, daß die Beschränkungen der Kontakte eben dort wohl nicht ganz so ernst genommen wurden. Allerdings hat man beschlossen, im Laufe des Jahres genau das detaillierter zu untersuchen und Veränderungen anzugehen. Alles in allem ist die Mehrheit der Bevölkerung dort absolut relaxt.
Interessant fand ich übrigens eine Bemerkung zur Zustimmungskurve der Bevölkerung. Während man in Schweden am Anfang doch ein wenig skeptisch war, ist die Zustimmung stark gestiegen, während es in Deutschland genau anders herum ist. Das Hauptaugenmerk war in Schweden von Beginn an besonders darauf ausgerichtet, diese Maßnahmen lange durchhalten zu können. Ob das der richtige Weg sein wird, kann man sicher auch erst in einigen Monaten sehen. Ich persönlich halte ihn für sehr weitsichtig und planvoll, ganz im Gegensatz zum Vorgehen in Deutschland. In jedem Fall sind die wirtschaftlichen Auswirkungen um ein Vielfaches milder. Da werden sich viele Befürworter des "deutschen Weges" noch gehörig umsehen.
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon Matpflugi » Sa 16. Mai 2020, 11:59

bärenhausski hat geschrieben:
Sa 16. Mai 2020, 11:32
wobei ich da schon unterscheiden möchte:
Matt Butsche ist einer der sich verführen lässt
solche Typen wie der Ossi, der hier im Stasi Jargon schwadroniert und übelste Hetzquellen wissentlich verbreitet, sind eigentlich schon mindestens ein Fall für den Admi
Nicht ganz richtig, ich höre, denke, denke, denke, weiß nicht, versuche zu verstehen und lasse einfach Meinungen zu.
Noch nie habe ich hier gesagt, ES IST SO!
Ich will einfach Meinungen in ALLEN Richtungen zulassen. Und wo immer dieses Schriftstück von Ossi herkommt, solange ich nicht amtlich habe, dass es ein Fake ist, liegt es erst mal da.
Verdammt nochmal, ich will endlich ungestraft Meinungen zulassen dürfen. Auch wenn sie noch so abwägig sind. Erst wenn der Stempel der Amtlichkeit/noch besser Wahrheit drauf ist (Bestes Beispiel Holocaust), gehört ein Abstreiten schwerstens sanktioniert!
Aber in der derzeitigen Phase lasse ich mir mein Denken nicht unterbinden!
Und eine Tendenz zu haben, beinhaltet ja auch noch die Existenz einer Hintertür.
Links antäuschen , rechts vorbei!
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon Maja » Sa 16. Mai 2020, 12:01

@Tatanka
Nein, da irrst du, die Letlitätsrate bezogen auf die Gesamtbevölkerung hängt nicht von der Anzahl der Tests ab.
Die ist in Schweden sehr viel höher als in D. D pro 100000 Einwohner 9 Tote, S pro 100000 Einwohner 32 Tote Stand 12.5.2020.
Die Zahl der Toten hängt eher davon ab, wie man die Corona Toten zählt und ob die Toten getestet wurden. Da könnten es in USA weit mehr sein.
Jedoch ist selbst in USA trotz hoher absoluter Zahlen an Toten, die Anzahl der Toten auf 100000 Einwohner sehr viel geringer als in S.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen in Schweden bezogen auf den Binnenmarkt sind sicher geringer, die Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft sind genauso schlimm wie überall, wir haben schließlich eine globalisierte Weltwirtschaft und Schweden exportiert Autos, Trucks etc. oder eben z.Zt. auch nicht.
https://www.quarks.de/gesundheit/medizi ... sonderweg/
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon bärenhausski » Sa 16. Mai 2020, 12:09

die Schweden kämpfen ohnehin mit einer desaströsen Wirtschaft nach den Auswirkungen einer jahrzehntelangen katastrophalen sozialistischen Misswirtschaft der Palme-Prägung
da sehe ich sowieso dunkel, um nicht zu sagen: schwarz
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon walser-17 » Sa 16. Mai 2020, 12:39

Tatanka hat geschrieben:
Fr 15. Mai 2020, 20:06
Leider ist es in dieser Diskussion auch wieder so, daß Äpfel mit Birnen verglichen werden, weil dieser Vergleich halt prima in die eigene Argumentation passt. Da scheint man ganz in der Schiene der Herren Lauterbach und Co zu fahren. Die machen es leider auch nicht anders, obwohl gerade sie es besser wissen müßten. Man kann nicht einfach die Zahlen aus den verschiedenen Ländern gegenüberstellen und miteinander vergleichen. Warum nicht? Weil jedes Land eine andere Altersstruktur in verschiedenen Regionen hat, eine vollkommen unterschiedliche Ausbreitung des Virus, ein unterschiedliches Gesundheitssystem, eine völlig unterschiedliche Gesundheitsstruktur zwischen Stadt und Land, eine unterschiedliche technische Ausstattung, Intensivbetten, Beatmungsgeräte usw.
Leider bedarf eine ausgiebige und aussagekräftige Studie über deine erwähnten Begleitfaktoren eben Zeit. Zeit die man im Kampf gegen die Krankheit nicht hat. Zeit die man auch im Vorfeld zur Vorbereitung nicht hatte. Und so bleibt nichts anderes übrig, als zu den europäischen Nachbarn zu schauen um zu sehen, was dort passiert bzw. passieren KANN. Es wäre doch absolut fahrlässig, wenn man dies zu diesem Zeitpunkt nicht täte. Und noch fahrlässiger wäre es, wenn man blind davon ausgehen würde, dass es bei uns schon nicht so schlimm werden würde wie in Italien und Co.. Das würde einem Ritt auf der Rasierklinge gleichen. Vergleiche sind notwendig und wichtig, auch wenn sie deiner Argumentation eher entgegenstehen.
Tatanka hat geschrieben:
Fr 15. Mai 2020, 20:06
Und jeder, der hier die Zahlen miteinander vergleicht, sollte sich mal fragen, wie diese zustande kommen. Es hängt nämlich entscheidend davon ab, wie viele Tests gemacht werden, wer getestet wird, welche Kriterien ich an die Todesursachen lege und vor allem, wie hoch die Dunkelziffer ist! Wer nicht testet, hat erst gar keine Infizierten. Weißrussland läßt grüßen! All diese Quervergleiche sind für eine seriöse Argumentation vollkommen unzulässig. Oder aber man möchte gar nicht seriös argumentieren. Das kann man haben!
Der Zusammenhang zu den Tests wurde aber auch schon mehrfach hier richtig erörtert und auch nie in Frage gestellt. Das wird auch durch die hiesigen Wissenschaftler so kommuniziert, also nichts neues und erst recht nichts unzulässiges. Trotzdem kann Forschung nur durch solche Quervergleiche vorangetrieben werden. Denn vor allem durch die jeweiligen Unterschiede und Gemeinsamkeiten kann man mit der Zeit die richtigen Schlüsse ziehen.
Belgien hat 11 Millionen Einwohner, aber 54.288 Infizierten und 8.903 Toten und auch die "dicke Berta" eingesetzt. Schweden hat bei 10 Millionen Einwohner nur 28.582 Infizierte sowie 3.529 Tote zu beklagen und das bei den wohl mit Abstand lockersten Einschränkungen!
Was sagt das also über die "dicke Berta" aus? Gar nichts, denn solche Quervergleiche verbieten sich einfach aus oben erwähnten Gründen. Also sollte man langsam damit aufhören, es sei denn, populistische Argumentation ist einem wichtiger. Und wer hier im Konjunktiv nur noch mit bösen Szenarien und Schreckensbildern agiert, der sollte sich mal fragen, ob es eigentlich zwischen Schwarz und Weiß, Lockdown oder Untätigkeit noch irgend etwas anderes gibt. Und über das Andere darf man dann gerne mit mir diskutieren!
Ja Belgien, die jeden verstorbenen „Verdachtsfall“ als Coronatoten (ohne Testergebnis wohlgemerkt) zählten und dadurch höchstwahrscheinlich weit über das Ziel hinausschossen. Und Schweden, naja, hier hat es Bärenhauski mit dem Vergleich zu den Mio. Bäumen pro Einwohner sehr gut getroffen. Aber du sagst es, es sagt nichts über die dicke Berta aus und nichts anderes habe ich auch angemerkt. Die nächsten Tage und Wochen werden hier sicherlich mehr Klarheit schaffen. Und ich kann dir eines versichern, auch mich kotzen die Masken und die Kontaktbeschränkungen an und ich hoffe inständig, dass mildere Maßnahmen tatsächlich gleichermaßen greifen. Wenn es diesen Mittelweg gibt, dann her damit!

Ps. Leider konntest du mir keine Antwort darauf geben, ob du dich tatsächlich eher für die finanziellen Belange oder Menschenleben entscheiden würdest (denn genau das war die Frage, die sich die Entscheidungsträger der Politik stellen mussten). Glücklicherweise mussten wir aus unserem Mikrokosmus auch keine solche Entscheidung treffen, aber von hier unten lässt es sich sehr gut pöbeln.








Tatanka hat geschrieben:
Sa 16. Mai 2020, 04:55
Hier macht man, nach dem man alles geschlossen hatte, schon acht Wochen später erstmal eine Studie, um zu ergründen, in welchem Umfang Kinder überhaupt zur Verbreitung beitragen und in wie weit sie Träger des Virus sind. Also den Verdächtigen erstmal hinrichten und dann schauen, ob er schuldig ist. ;)
Und nach deiner Vorstellung hätte man also schnellstmöglich eine Studie „hinrotzen“ sollen? Wer mit wissenschaftlichem Arbeiten zu tun hatte oder hat, der weiß, dass eine seriöse Studie Zeit benötigt. Denn neben dem sammeln der Daten über einen gewissen Zeitraum müssen diese auch richtig gedeutet und ausgewertet werden.
Matpflugi hat geschrieben:
Sa 16. Mai 2020, 05:56
Also noch einmal: Jetzt wo ich's begriffen hab.
Man arbeitet mit einer imaginären Zahl, die man sich errechnet ("vorgaukelt“ wäre hier wohl der richtigere Ausdruck) und behauptet, es wäre so.
Kann aber nicht sein, denn mich, Tante Hedwig, Ronny und meine Nachbarin, die greise Frau Schröder hat bisher niemand gefragt. Man beschließt also drastische unglaublich irrwitzige Aktionen, um eine Rechenzahl zu erfinden und baut hierbei auf die Blödheit und Gefügigkeit des Einzelnen.


Ja genau, du hast es begriffen… Nur weil dir das mathematische Verständnis dafür fehlt, was diese Zahl tatsächlich ausdrückt, ist sie noch lange nicht vorgegaukelt oder imaginär. Sie ist sogar so real, dass sich hinter jeder Zahl ein Mensch verbirgt. Das hat Maja sogar sehr gut erklärt. Deine Grundannahme zu deinem Reiskorn war schlichtweg falsch und hatte nichts mit den gegenwärtigen Zahlen zu tun. Die R- Zahl sagt lediglich aus, wie viele Personen eine erkrankte Person ansteckt. Insgesamt und nicht pro Tag!
Im Übrigen ist diese Zahl natürlich nicht in Stein gemeißelt, da sie nur das Hellfeld der bekannten Infektionen beleuchtet und daher nur eine Orientierung darstellen kann. Um die Unbekannte aus dem Dunkelfeld möglichst weit zu beleuchten, braucht es hohe Testkapazitäten. Hier liegen dann auch die eklatanten Unterschiede zu anderen Staaten.
Matpflugi hat geschrieben:
Sa 16. Mai 2020, 05:56
Die erfundene Zahl soll uns nun retten, ich glaubs ja nicht. Ich behaupte ohne fundierte medizinische oder virale Grundkenntnisse einfach das Gegenteil.
So hat man es im Mittelalter tatsächlich gemacht. Zum Glück konnte man alle Hexen rechtzeitig verbrennen!
Matpflugi hat geschrieben:
Sa 16. Mai 2020, 05:56
Nicht die Maßnahmen brachten den "Erfolg", sondern die Jahreszeit. Und jetzt wiederhole ich mich:
Eher verenden die Leute, durch welche Todesursache auch immer, an den folgen der Entscheidungen der Legislative, als durch "Covid 19"!
Sieht man ja eindrucksvoll in Singapur, der dortige Winterbruch und der Sturz der Temperaturen auf nur 35°C brachte das bisher bezwungen geglaubte Virus zurück. Probiere es doch mal mit echten Fakten und Quellen und nicht mit Scheißhausparolen.
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon Matpflugi » Sa 16. Mai 2020, 14:23

Mit dem Lock-Down wurde der gesellschaftliche Umgang mit dem Phänomen Krankheit in Frage gestellt

Berücksichtigt man, dass die sich abzeichnende Entwicklung vermeidbar wäre, so kann man an der Politik verzweifeln. Die Probleme ließen sich lösen, würde man realistisch die Corona-Gefahr einschätzen, die Maßnahmen auf den Schutz der gefährdeten Lungenkranken und der Personen mit Immunschwäche konzentrieren und die Bevölkerung von ihrer Angst befreien. Eine derartige Haltung wäre schon bei Beginn des Lock-Downs angemessen gewesen, doch wurde nun einmal der Stillstand durchgesetzt. Jetzt gilt es, die Zukunft zu gewinnen. Für Beruhigung könnte ohne Zweifel eine genaue Betrachtung der Faktenlage sorgen. Die Antwort auf die eingangs gestellten Corona-Fragen müsste lauten:

Deutschland hat ausreichend Kapazität in den Spitälern, um selbst eine sehr große Zahl an Covid-19-Erkrankten aufzunehmen.
Bisher sind 172.000 Menschen erkrankt, das sind 0,2 Prozent der Bevölkerung, aber bereits 150.000 sind wieder gesund. Für die meisten ist die Krankheit nach spätestens zwei Wochen überwunden. Zur Orientierung: Weltweit sind 4,4 Millionen Menschen erkrankt, das entspricht 0,06 Prozent der Weltbevölkerung.
Die 7.723 Todesfälle in Deutschland entsprechen 0,009 Prozent der Bevölkerung. Die weltweit 300.000 Todesfälle entsprechen 0,004 Prozent der Weltbevölkerung.
Man ist durch Covid-19 weniger gefährdet als durch vertraute Krankheiten wie Diabetes: Täglich werden in Deutschland 500 neue Erkrankungen registriert, betroffen sind sieben Millionen Deutsche. Oder: Jährlich erkranken 500.000 Deutsche an Krebs, das sind 1.370 täglich.
In Jahren mit stärkeren Grippe-Wellen sterben im Schnitt in Deutschland 20.000 Personen an dieser Krankheit (2017/18 waren es 25.100, ein Jahr davor 22.900), in Jahren mit schwachen Grippe-Wellen, wie in der eben abgelaufenen Saison 2019/2020, sind dafür wenige Tote zu beklagen.
Die Botschaft an die Bevölkerung müsste lauten. Wir leben ständig mit vielen Bedrohungen; die erwähnten Krankheiten Diabetes, Krebs und Grippe sind nur ein paar Beispiele von vielen. Diese Krankheiten lösen keinerlei Panik aus; es werden auch nie mit dem Lock-Down vergleichbare drastische Maßnahmen ergriffen. Bei Covid-19 hingegen hat die Panikmache der Regierungen dafür gesorgt, dass die meisten Bürger in Deutschland, aber darüber hinaus in ganz Europa und in der Welt, eine vollkommen überzogene Angst vor dem Virus haben, und diese Angst das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in äußerst hohem Maße beeinträchtigt.

Eine Rückkehr zum rationalen Umgang mit der Tatsache, dass jeder Mensch nun mal ununterbrochen in der Gefahr lebt, krank zu werden, erscheint derzeit unmöglich. Die Angst vor Corona sitzt so tief, dass die Fakten nicht zur Kenntnis genommen werden und viele Menschen sogar dazu neigen, gute Nachrichten zu bezweifeln, während sie Katastrophenszenarien nur zu bereitwillig Glauben schenken.

Würden wir alle rational denken und handeln, würde die Krise – die uns fast sicher treffen wird – aller Voraussicht nach nicht eintreten. Die Nachfrage würde sich in üblichen Bahnen bewegen, die Wirtschaft würde funktionieren. Sicher nicht über Nacht, aber innerhalb weniger Monate wäre der Alltag wieder hergestellt. Dann könnte die Wirtschaftsleistung wieder steigen und der unweigerlich nachwirkende Verlust aus dem Lock-Down sukzessive abgebaut werden. Solange aber trotz der „Lockerung“ Menschen Masken tragen, einen skurrilen Abstand zu anderen halten, nicht reisen dürfen, von der Politik und den Medien ständig aufgefordert werden, doch bloß zu Hause zu bleiben und im Home-Office zu arbeiten, weil angeblich eine zweite Corona-Welle uns heimsuchen könnte, wird es keine Normalität geben, sondern eine schwere Wirtschaftskrise, die absolut vermeidbar gewesen wäre – wenn unsere Angst es zugelassen hätte.

                                                                            ***

Ronald Barazon war viele Jahre Chefredakteur der Salzburger Nachrichten. Er ist einer der angesehensten Wirtschaftsjournalisten in Europa und heute Chefredakteur der Zeitschrift „Der Volkswirt“ sowie Moderator beim ORF.
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon Matpflugi » Sa 16. Mai 2020, 14:30

Das zum Thema "Scheißhausparole".
Wer in Gottes Namen gibt dir zum jetzigen Zeitpunkt das Recht, welcher Aussage ich mehr oder weniger Glauben schenke??!
Und nicht einen "Fakt" hast du selbst erarbeitet, sondern hsst ihn einfach nur abgelesen.
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Re: Die Zeit dazwischen

Beitragvon Matpflugi » Sa 16. Mai 2020, 14:30

Schlaumeier!!!
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