Andrew McKim vor Karriereende!!!!!!

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ICEOLLI
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Andrew McKim vor Karriereende!!!!!!

Beitragvon ICEOLLI » Fr 17. Nov 2000, 10:07

- Andy McKim trauern die EHC-Fans immer noch nach, am liebsten hätten sie den Zauberstürmer zurück. Denn seit der Liebling in die Schweiz wechselte, ging es mit den Eisbären steil bergab.
Doch nun zittert der Kanadier, ob er je wieder aufs Eis kann. McKim wurde Opfer des brutalsten Fouls der Schweizer Eishockey-Geschichte!
Mit Anlauf rammte ihm der Ami Kevin Miller (Davos) von hinten den Ellenbogen ins Genick. McKim (Zürich) knallte bewußtlos aufs Eis und schlug sich das Gesicht blutig.
Zurück bei Bewusstsein kannte er nicht einmal mehr seinen Namen. Nach fünf Tagen Krankenhaus kann der zweifache Vater daheim nur liegen, ansonsten setzen Gleichgewichtsstörungen und Müdigkeit ein (Postconcussion-Syndrom).
Zur Erinnerung: Preussens Ex-Coach Michael Komma musste wegen dieser Probleme einst seine Karriere beenden, und das droht nun auch McKim. Der Täter (8 Spiele Sperre) muss nun sogar mit einer Verurteilung vor Gericht rechnen.

Robert P
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Beitragvon Robert P » Fr 17. Nov 2000, 10:11

Hoffen wir mit Ihm.
Es ist sch****, dass solche Sachen mittlerweile fast zur Tagesordnung im Eishockey gehören...
RP
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Spirit
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Beitragvon Spirit » Fr 17. Nov 2000, 10:28

Hofentlich kann die 13 wieder auf`s Eis, als Spieler!!!!!

Bei dem anderen hoffe ich mal, daß eine Verurteilung auf lebenslange Sperre rausläuft!

Micha#88
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Beitragvon Micha#88 » Fr 17. Nov 2000, 10:58

Hoffen wir mal für (immer noch) unsere #13!!!
Aber an dieser Stelle fällt mir auch wieder unsere Sommerdiskussion mit den Schweizer Fans ein, die damals so enttäuscht von der Härte der Eisbären waren und behaupteten, daß es sowas in Ihrer Liga nicht gäbe. Ist doch interessant - aber eigentlich vielmehr traurig und scheiße.
Mit blau - weinrot - weißen Grüßen
Micha#88
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Kiwialex
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Beitragvon Kiwialex » Fr 17. Nov 2000, 15:11

Auch von mir gute Besserung für Andrew, damit er bald wieder den Schläger schwingen kann, egal für welchen Verein.
Kimi#13
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Beitragvon Kimi#13 » Fr 24. Nov 2000, 09:44

Es ist wie immer......es erwischt meißt die falschen.Ich trage sein Trikot immer in guter Erinnerung an ihn,und hoffe das er in den Eishockeysport zurückkehren wird.....
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Beitragvon Hockeygod » Sa 14. Apr 2001, 18:13

Quelle: hockeyfans.ch
Schlechter sieht es nämlich mit dem bisherigen Ausländer Andrew McKim aus, nach seiner x-ten Gehirnerschütterung wird er wahrscheinlich seine Karriere beenden müssen.
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Beitragvon JB Carlsson » Sa 14. Apr 2001, 20:11

Das ist sicher sehr tragisch. Lt dem Schweizer Marcel Jenni, im Moment in Diensten von Färjestad BK, war es ein Allerweltsfoul, welches nur durch die unglückliche Konstellation entstand, daß McKim in dieser Situation mit dem Körper abgetaucht war und daher unglücklich getroffen wurde. Ich hab es leider, oder gottseidank, nicht gesehen aber hoffe natürlich das Beste für ihn und drücke die Daumen.
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Beitragvon Scotland » So 15. Apr 2001, 13:05

Ich drücke ihm natürlich auch meine Daumen.

In der letzten Saison in Kloten unterhielt ich mich mit ihm etwas und es was nett zu hören das er sich immer noch über die Eisbärenergebnisse auf dem laufenden hielt. Und bei uns nachfragte was den so bei den Bären los sei. Er sagte damals das er sich schon vorstellen könne wieder zurückzukommen.

Ich wünsche ihm auf jeden Fall alles Gute, und wie Kimi#13 schon schreibt, es erwischt meißt die falschen.
Liebe Grüße aus Mannem,

scoti
[Diese Nachricht wurde von Scotland am 15-04-2001 editiert.]
"Schließe einmal beim Eishockey die Augen und versuche, von der Lärmkulisse auf das zu schließen, was gerade auf dem Eis passiert..."

bis demnäXt,
bernd

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Beitragvon Gery » Sa 9. Jun 2001, 15:54

Schaffhauser Nachrichten 9.6.2001


«Ich muss noch wie ein Kind betreut werden»Sieben Monate nach seiner schweren Hirnerschütterung kann Andrew McKim (ZSC Lions) noch immer keinen Sport treiben
von Monika Nyfeler
Eishockey. Der 30-jährige Andrew McKim ist noch weit davon entfernt, auf die Eisflächen zurückzukehren. Derzeit plagen ihn ganz andere Sorgen. «Letzte Woche begann ich, im Garten den Rasen zu mähen. Nach kurzer Zeit wurde mir schwindlig, und ich musste aufhören, weil es zu anstrengend war. Am nächsten Tag hatte ich solch starke Kopfschmerzen, dass ich es kaum mehr aushielt.»
Der Sport schreibt so viele schöne Geschichten, aber leider auch immer wieder tragische. Eine davon ist jene des Kanadiers Andrew McKim. Der Stürmer hatte letzten Sommer von den Kloten Flyers zu den ZSC Lions gewechselt, um diesen bei der Titelverteidigung zu helfen. Schliesslich hatte er für Kloten in einer Saison 25 Tore erzielt und teilte sich damit zusammen mit Christian Dubé, Chris Tancill und Stéphan Lebeau den Titel des NLA-Torschützenkönigs. Aber die ZSC Lions mussten den Meisterpokal ohne ihren kaltblütigsten Realisator verteidigen.
Attacke von hinten
Obwohl Andrew McKim selbst nicht mehr weiss, was am 31. Oktober 2000 passiert ist, wird er diesen Tag nie mehr vergessen. Es war der Tag, der sein Leben komplett veränderte. Es war der Tag, an dem der Davoser Kevin Miller ihm von hinten bei einem Cross-Check brutal den Stock an den Kopf wuchtete. McKim erlitt dabei seine dritte Hirnerschütterung. Doch so schlimm hatte es ihn noch nie erwischt. 22 Stunden fehlen in seiner Erinnerung. Von den Folgen der Attacke hat sich der 174 cm kleine Kanadier noch lange nicht erholt.

Zuerst dachten die ärzte, seine Lage würde sich nach einem Monat normalisieren. Dann vertrösteten sie ihn auf vier, fünf Monate. Und heute? «Ich war seit acht Wochen nicht mehr beim Arzt. Was soll er mir auch sagen? Er kann mir nicht helfen. Ich weiss selbst, wie ich mich fühle. Niemand kann sagen, wie lange es noch dauern wird, bis ich wieder Sport treiben kann», sagt Andrew McKim. Ob er das überhaupt je wieder kann? Tatsache ist: Über sieben Monate nach seinem Schicksalstag kann er vom Eishockey-spielen nur träumen. Jede sportliche Anstrengung ist für ihn noch immer ein Ding der Unmöglichkeit. Jogging ist derzeit kein Thema. Schon den Versuch, Velo zu fahren, musste er nach wenigen Minuten abbrechen. «Der Druck in den Ohren wurde so gross, dass ich glaubte, mein Kopf würde zerplatzen», sagt McKim. Wenn er mit seinen beiden Kindern Emily (3 Jahre) und Matthew (1) spielt, muss er sich zwischendurch immer wieder ausruhen. Immerhin kann der Topscorer der Weltmeisterschaft von 1995 unterdessen ohne Schmerzen spazieren gehen. An guten Tagen reicht es fürs Golfspielen. Das ist für ihn momentan das Höchste der Gefühle. «Beim Golfen bin ich wenigstens an der frischen Luft und habe etwas Ablenkung.»
Von unendlich langen Tagen
Schon früher hatte Andrew McKim, der am 24. Juli für Ferien in die Schweiz kommt, hobbymässig Golf gespielt. «Aber ich fand fast nie Zeit dafür», erinnert er sich. Heute hat er alle Zeit der Welt. Er ist zum Nichtstun verurteilt. «Manchmal sind die Tage unendlich lang.» Dann ist der im kanadischen Neufundland wohnende McKim froh, wenn er den Besuch eines Freundes erhält oder mit seinem Teamkollegen Dan Hodgson telefonieren kann. Auch für seine Frau Leanne ist die Situation schwierig. «Ich bin ständig zu Hause und muss wie ein Kind betreut werden. Meine Verletzung hat das Privatleben stark verändert», sagt er. Sein Tonfall verrät, dass ihm dies alles andere als recht ist. Aber er kann es nun einmal nicht ändern. Auch wenn es ihm manchmal schwer fällt, versucht er, positiv zu denken. Das hat er bei einem Psychologen gelernt. «Anderen Leuten geht es viel schlechter. Denken Sie nur an die Hunger leidenden Kinder. Ich hatte Glück im Unglück. Ich hätte mir das Genick brechen können.» Er macht eine kurze Pause und sagt dann leise. «Der Eishockeyspieler Chad Silver ist an seinen Verletzungen gestorben.»

Andrew McKim hat gelernt, seine Situation zu ertragen, sich zu arrangieren. Es blieb ihm nichts anderes übrig. Aber das Schlimmste ist für ihn, dass er seinen sportlichen Drang nicht ausleben kann. «Früher habe ich täglich vier bis fünf Stunden trainiert. Mein Körper vermisst die Bewegung, aber ich kann sie ihm nicht geben. - Das ist hart.»
Würde wieder Profi werden
Trotz allem: Andrew McKims Einstellung zum Spitzensport hat sich nicht verändert. Wenn er noch einmal wählen könnte, würde er wieder Eishockeyprofi werden. «Ich liebe diesen Sport. Er wird mich mein Leben lang begleiten.» Nur etwas will er festgehalten haben: «Wir Eishockeyaner sind Unterhalter und dafür bezahlt, den Fans Freude zu machen; aber nicht, unser Leben aufs Spiel zu setzen. Diese gefährlichen Fouls müssen aufhören! Wir müssen die Verantwortung für die Gesundheit des Gegners tragen. Der Druck, der auf uns lastet, darf keine Ausrede sein.»

Während des Playoff-Finals wagte er sich ins Hallenstadion, später beobachtete er in seinem Heimatland Kanada, wohin er nach seiner Verletzung zurückgekehrt ist, einige Spiele von der Tribüne aus. «Das war für mich unglaublich hart. Das kann man gar nicht in Worte fassen.» Noch hat er die Hoffnung, eines Tages aufs Eis zurückkehren zu können, nicht aufgegeben. «Aber im Moment kann ich keine Zukunftsprognose machen. Ich muss alles nehmen, wie es kommt.» Dem ZSC-Lions-Sportchef Simon Schenk hat er jedoch klar gesagt, dass er den Zürchern nächste Saison nicht zur Verfügung stehen wird. Dazu ist seine körperliche Verfassung viel zu schlecht. Wenn es bei ihm schon nach einer 20-minütigen Konzentrationsphase am Telefon im Kopf zu hämmern beginnt: Wie soll er dann bloss ein Training oder gar einen Match absolvieren? Zur Zeit ist dies schlicht nicht denkbar.


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